Wissen sich schon beim Verkaufsstart für die Wohnanlage „Würmauen“ (Modell) vor Anfragen kaum zu retten (v.li.): Ingenieur Martin Harlander, Architektin Sandra Schneider und Geschäftsführer Nori Schneider (S&M Palaisbau). Foto: rutt

Ansturm auf Wohnungen: Verkaufsstop?

Planegg - Die "Würmauen" stehen jetzt zum Verkauf. Die Würmtaler reißen sich derart um die Wohnungen, dass sich der Verkäufer fragt, ober zu billig ist.

Insgesamt sind 47 Wohnungen und zwei Büroeinheiten zu haben. Die Gräfelfinger Firma „S&M Palaisbau“ ist für den Verkauf zuständig. Regine Schmitz, Assistentin der Geschäftsführung, ist ganz aus dem Häuschen. „Das hat eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt sie. Am Samstag hätten ihnen die Interessenten die Bude eingerannt, die Leitungen ihrer Telefone liefen seitdem heiß.

Ihrem Chef, Norbert Schneider, dem Geschäftsführer der „S&M Palaisbau“, rissen die Menschen am Hemd, um eine der 40 bis 200 Quadratmeter großen Wohnungen zu bekommen, erklärt sie begeistert. Und eines findet sie besonders bemerkenswert: „Es sind fast ausschließlich Würmtaler.“

Das war Norbert Schneider wichtig. „Wir machen keinen Verkauf über das Internet, weil wir nur an Würmtaler verkaufen wollen. Ich bin selbst im Würmtal groß geworden“, erklärt er. Von den insgesamt 49 Einheiten seien bereits 35 reserviert. Fünf davon habe die Gemeinde vorab für geförderten Wohnungsbau belegt, zehn habe er vor dem Verkaufsstart an Altkunden abgegeben, und am vergangenen Wochenende habe es weitere 20 Reservierungen gegeben. Diese 35 Reservierungen und Verkaufsabsichtserklärungen müssten jetzt abgearbeitet werden.

Schneider denkt bereits über einen Verkaufsstop nach, der ab 30 verkauften Wohnungen wirksam werden könnte. „Wir werden überrumpelt, wir müssen uns neu sortieren, und wir müssen uns fragen, ob wir zu billig sind“, erklärt er. Die Preise für Wohnungen in den „Würmauen“ liegen bei 5000 Euro pro Quadratmeter vorne an der Pasinger Straße. Ruhigere Wohnungen, die weiter hinten liegen, kosteten bis zu 6500 Euro pro Quadratmeter. Einen Platz in der Tiefgarage gebe es für 25 000 Euro.

Bis kommenden Donnerstag ist täglich von 14 bis 17 Uhr ein Vertreter der Firma „S&M Palaisbau“ auf dem Gelände an der Pasinger Straße 56, wo die so genannten „Würmauen“ ab Herbst entstehen sollen. Am Donnerstag bespreche er sich dann mit dem Bauherrn Martin Harlander, ob ein Verkaufsstop angezeigt sei.

Im September soll das bestehende Gebäude abgerissen werden, Baubeginn ist im Oktober. „Wir wollen die Wohnungen frühestens im Frühjahr 2017, wahrscheinlich im Sommer 2017 übergeben.“ Für den großen Ansturm macht Schneider den Markt verantwortlich. „Der spielt verrückt“, sagt er. „Es gibt einfach kein Angebot, und das Würmtal scheint sehr begehrt zu sein“, stellt er fest. Der Druck aus München nehme ebenfalls zu.

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