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Gereizte Stimmung im Rathausfoyer: Edeltraud Miller (l.) kam in Begleitung etlicher Nachbarn zur Unterschriftenübergabe. Bürgermeister Heinrich Hofmann und 3. Bürgermeisterin Anneliese Bradel (r.) wurden in ihren Ausführungen immer wieder von Zwischenrufen unterbrochen.

Protest gegen Asylunterkunft an der Georgenstraße

Anwohner übergeben über 400 Unterschriften

Planegg - Sie laufen Sturm, die Anwohner der Planegger Georgenstraße. Im örtlichen Rathaus übergab Edeltraud Miller am Dienstagnachmittag mehr als 400 Unterschriften an Bürgermeister Heinrich Hofmann.

Die Anwohner  nach eigener Aussage vor allem aus Umweltschutzgründen verhindern, dass an der Georgenstraße direkt an der Würm gebaut wird.

Schon bald soll dort eine Flüchtlingsunterkunft stehen. Die Gemeinde will am Würmufer vier Doppelhäuser für 120 Flüchtlinge errichten. Ein Gebäude, das auf dem gemeindeeigenen Grundstück geplant ist, soll auch nach Abklingen des Flüchtlingsstroms bleiben und langfristig Bedürftigen als Wohnraum dienen. Die übrigen Gebäude, auch auf Privatgrund, sollen in zehn Jahren wieder abgerissen werden.

Die Anwohner sind enttäuscht, nicht frühzeitig in die Entscheidungsprozesse des Gemeinderates einbezogen worden zu sein, die zu der geplanten Bebauung führten. Für die Zukunft wünschen sie sich „mehr Offenheit und Durchsichtigkeit vom Gemeinderat für sämtliche Bauvorhaben“, erklärt Karlheinz Groebmair. Seit vergangenen Mittwoch hatten er und seine Nachbarn Unterschriften gesammelt.

Groebmair freut sich über den Erfolg der Aktion. „Es ist ein Mehrfaches dessen, was wir am Freitag im Auge hatten“, meint er, und es seien auch gestern noch immer welche dazu gekommen. Er und seine Nachbarn hätten nur unter den Anwohnern gesammelt, aber auch Anrufe aus Krailling und Gräfelfing bekommen, „die sagen, es ist gut, dass Ihr Euch hinstellt und das jetzt publik macht“. Groebmair wünscht sich, dass ein Ruck durch Planegg geht. Er hat vor, den politischen Stil im Rathaus zu ändern.

Victoria Strachwitz

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