Das Planegger Impfzentrum am S-Bahn-Bahnhof.
+
Anfang März hat das Planegger Impfzentrum westlich des Bahnhofs den Betrieb aufgenommen. Verimpft wurde auch das Astrazeneca-Vakzin. Damit ist nach dem Willen der Bundesregierung jetzt erst einmal Schluss.

Astrazeneca gestoppt

300 Impftermine abgesagt

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
    schließen

Das Aussetzen der Impfungen mit dem Wirkstoff des Unternehmens Astrazeneca trifft auch das Würmtal: Knapp 300 Impftermine im Planegger Impfzentrum bei der P&R-Anlage an der Kreuzwinkelstraße mussten bereits verschoben werden. Auch geplante Impfaktionstage für Lehrer und Erzieher können erst mal nicht stattfinden.

Würmtal - Welche zeitlichen Verzögerungen sich durch die 300 Absagen beziehungsweise. Verschiebungen ergeben, steht noch nicht fest. „Wir müssen erst sehen, welche Lieferungen der anderen Hersteller wir in nächster Zeit bekommen“, sagt Herr. Verzögerungen werden sich durch die ausfallenden Impfdosen aber in jedem Fall ergeben.

1400 Impftermine im Landkreis abgesagt

In sehr seltenen Fällen treten nach Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca Autoimmunreaktionen auf, die im schlimmsten Fall tödliche Thrombosen auslösen können. Auch wenn diese Nebenwirkungen sehr selten sind und der Nutzen die Risiken auch bei diesem Hersteller weit überwiegt, wurde erst einmal ein Impfstopp verhängt (wir berichteten). Das hat Auswirkungen auf den Landkreis München: Insgesamt mussten 1400 Impftermine vorerst abgesagt werden. Vergangene Woche wurden 6540 Impfdosen an den Landkreis geliefert: 2600 von Astrazeneca, 3240 von der Firma Biontech, 700 von Moderna. In dieser Woche sollten 6502 Dosen kommen: Darunter wären 1800 von Astrazeneca gewesen, 4002 sind von Biontech und 700 von Moderna. Dem Landratsamt, dass die Impfungen auf die vier Impfzentren des Landkreises verteilt, fällt damit ein großer Teil der Bestellungen weg. Geliefert wird immer dienstags und freitags.

Absage für Landrat „katastrophal“

„Zu Beginn war noch eine Ablehnung des Impfstoffs zu spüren. Das war aber vor dem Stopp dann sehr rückläufig“, berichtet Herr. Von „sehr wenigen Vorbehalten“ gegen diesen Impfstoff spricht auch Andrea Frauscher, Sprecherin des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis München, das das Planegger Impfzentrum betreibt. Landrat Christoph Göbel ist überzeugt, dass der Impfstopp auf politisch internationalen Druck hin und weniger aus medizinischen Gründen entschieden wurde. Die Absage der 1400 Termine nennt er „katastrophal“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare