Großeinsatz am Schliersee - Schwimmer offenbar vermisst

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Asylbewerber: Containerlösung als letzte Option

Neuried - Die Gemeinde Neuried kämpft mit dem Problem fehlender Unterkünfte für Asylbewerber und Obdachlose. Jetzt sucht man dringend Privatvermieter.

Von den ersten dreizehn Personen, die als Asylbewerber in Neuried eine Bleibe fanden, hat inzwischen eine Familie aus Syrien die Anerkennung bekommen. Auch wenn die Familie mittlerweile verzogen ist, so steht die Gemeinde doch durch den Prozess der Anerkennung generell vor neuen Herausforderungen. Denn als nunmehr obdachlose Flüchtlinge sollen die einstigen Asylbewerber ebenfalls vor Ort eine Unterkunft finden. Laut gesetzlicher Regelung müssen sie aber innerhalb von vier Wochen den Wohnraum räumen, der ihnen in ihrem Status als Asylbewerber zugewiesen wurde. Die Kommune sucht deshalb Privatvermieter.

Die Gemeinde will ein bis zwei Wohnungen zu günstigen Preisen anmieten, damit man eine Reserve in der Rückhand hat, wie Kämmerer Max Heindl betont. „Das ist für den Vermieter kein Nachteil, denn wir stehen für alles gerade.“ Die kommunalen Liegenschaften seien momentan alle belegt, so Heindl,. „Das sind Sozialwohnungen, Wohnungen für Gemeindebedienstete und Obdachlosenwohnungen.“ Hiervon könnte Ende des Jahres lediglich eine einzige Wohnung zur Verfügung stehen. Asylbewerber allerdings dürfe man in für Obdachlose vorgehaltene Wohnungen nicht einquartieren.

In der Gemeinde Neuried sind bereits Asylbewerber in Privatwohnungen untergebracht, vermietet wurden diese Räume direkt ans Landratsamt München. Abzusehen ist, dass weitere Asylbewerber nachrücken. Augenblicklich hat sich deren Zahl in Neuried auf 13 eingependelt, eine Familie aus Cuba ist neu dazugekommen.

Der Verteilungsschlüssel für die Gemeinde, so Bürgermeister Harald Zipfel auf Anfrage, liege aktuell bei 21 Personen. Im gesamten Landkreis München halten sich momentan rund 700 Asylbewerber auf. Die Wohnungsnot unter ihnen und den anerkannten wohnungslosen Flüchtlingen ist hochbrisant.

Wie der Kämmerer einräumt, ist in Neuried nach wie vor eine Unterbringung der Flüchtlinge in Containern nicht ausgeschlossen. „Aber unsere erste Option für die Gemeinde ist die Suche nach Vermietern“, betont Bürgermeister Zipfel. „Wir möchten die Flüchtlinge dezentral unterbringen. Dann haben sie die sozialen Kontakte, die sie brauchen.“ Die Errichtung von Containern werde man so lange dies möglich ist, deshalb vermeiden.

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