Stehen auf Bayerns Radwege(n): Bürgermeisterin Annemarie Detsch, Gemeinderat Roman Brugger und Christin Hafer (r.) von der Gemeinde. Foto: fkn

Aufs Rad umsteigen

Planegg - Die Gemeinde Planegg beteiligt sich erstmals am Wettbewerb des Klima-Bündnisses.

Annemarie Detsch steht auf Bayerns Radwege(n). Und zwar buchstäblich. Bei der Vorstellung der Aktion „Stadtradeln“ im Rathaus marschierte die Bürgermeisterin im Foyer begeistert über eine vier mal vier Meter große, begehbare Landkarte, um für das Rad und dessen Benutzung im Alltag zu werben. Zum ersten Mal wird sich Planegg heuer an diesem deutschlandweit ausgeschriebenen Wettbewerb des Klima-Bündnisses, dem größten europäischen Städtenetzwerk zum Klimaschutz, beteiligen. Alle Bürger sind dabei aufgerufen, drei Wochen lang kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Kilometer zu sammeln - privat oder beruflich ist dabei ganz egal.

Vom 1. bis 21. Juli gilt es also, zu radeln und das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen. „Für mich ist es kein Problem, mein Auto für diesen Zeitraum komplett einzumotten, ich fahre sowieso fast nur mit dem Radl“, sagt Bürgermeisterin Detsch und will mit gutem Vorbild vorausgehen. Schließlich sei Planegg auch vor wenigen Monaten der Arbeitsgruppe „Fahrradfreundliche Kommune“ beigetreten, sei also quasi schon fast verpflichtet, seine Bürger für den Drahtesel zu motivieren.

„Wir wollen das Radl als ganz normales Verkehrsmittel für den Alltag in den Köpfen der Menschen verankern“, sagt Gemeinderatsmitglied Roman Brugger (SPD) und erklärt auch gleich die Teilnahmebedingungen, die denkbar einfach sind. Unter der Internetadresse www.stadtradeln.de kann sich jeder Interessent anmelden, einer beliebigen Gruppe beitreten oder eine neue Gruppe gründen, und schon kann’s losgehen. Dann heißt es zurückgelegte Kilometer zählen und gewissenhaft eintragen. Kontrolliert wird niemand, „Radlfahrer sind ja ehrliche Menschen“, meint Rathauschefin Detsch lachend. Und da gibt es keine Beschränkungen, es zählt jeder gefahrene Kilometer. „Ob man nur mit dem Rad zur S-Bahn fährt oder einen kompletten Radlurlaub anrechnet, ist ganz egal“, sagt Brugger.

Primär geht es den Organisatoren der Aktion natürlich um den Klimaschutz, anhand der gefahrenen Kilometer lässt sich dann ausrechnen, wie viele klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden konnten. Stolz ist Brugger dabei vor allem auf die Tatsache, dass er besonders die Schüler motivieren konnte. „Die Jugendlichen am Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium waren ganz begeistert, als ich ihnen das Stadtradeln vorgestellt habe.“ Den Rad-aktivsten Kommunen winken eine bundesweite Auszeichnung durch das Klima-Bündnis und tolle Preise rund ums Thema Fahrrad.

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