Michael Kuch und seine Bauamtsmitarbeiter sind vorübergehend ins Untergeschoss des Rathauses umgezogen. Das Ende der Sanierungsarbeiten wird der Bauamtsleiter nicht mehr miterleben – er hat gekündigt. A-Foto: Rutt

Bauamtsleiter Kuch verlässt Krailling

Krailling - Michael Kuch sucht nach 13 Jahren an der Spitze der Bauverwaltung eine neue Herausforderung. Die Gemeinde muss sich einen neuen Leiter suchen.

Kuch hat zum 30. Juni dieses Jahres gekündigt, nachdem ihm überraschend ein Angebot aus der freien Wirtschaft unterbreitet wurde. Näheres wollte Kuch dazu auf Anfrage nicht sagen.

„Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß - auch heute noch“, sagt Kuch. „Aber entweder ich gehe jetzt oder nie mehr.“ Der Verwaltungsfachwirt, der im Würmtal aufgewachsen ist, war 16 Jahre bei der Gemeinde, zunächst als Sachbearbeiter, seit Oktober 1997 als Bauamtsleiter und Nachfolger von Ingrid Kober, die damals die Führung des Hauptamtes übernahm. Während seiner Dienstzeit wurden Meilensteine für die Kraillinger Ortsentwicklung gesetzt, etwa der Bau der „Rialto“-Brücke oder die Erschließung des Gewerbegebietes KIM.

Bürgermeisterin Christine Borst trifft das Ausscheiden ihres Amtsleiters hart angesichts laufender und künftiger Großprojekte wie der Rathaussanierung, Ortsentwicklungsplanung oder dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. „Ich verstehe aber seine Entscheidung, so sehr ich sie bedauere“, so Borst. Der öffentliche Dienst könne mit Angeboten aus der freien Wirtschaft leider nicht mithalten.

Die Rathauschefin will die Position an der Spitze des Bauamts nicht intern besetzen. „Ich sehe momentan niemanden, der für diese sehr wichtige Position passt.“ Sie hat die Stelle für eine „engagierte und kreative Führungspersönlichkeit, die mit Fachwissen und innovativen Ideen die Zukunft Kraillings mitgestaltet,“ bereits inseriert. Der neue Amtsleiter soll laut Anzeigentext möglichst Verwaltungserfahrung mitbringen und „ein kundenfreundlicher Ansprechpartner“ für die Bürgerschaft sein.

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