Trauer um Schlager-Star und Ex-Dschungelcamper Gunter Gabriel

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Mächtig in die Jahre gekommen: Das über 100 Jahre alte Schulhaus entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Generalsanierung soll das Gebäude fit für die Zukunft und die nachfolgenden Generationen machen.

Sanierung und Turnhallen-Neubau

Planegg steckt fast 11 Millionen Euro in Schule

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Planegg - In einer Mammutsitzung hat der Planegger Gemeinderat am Montag die Sanierung der Grundschule beschlossen – und einen Neubau der Turnhalle.

Mitternacht war nicht mehr fern, als sich die Planegger Volksvertreter für eine Sanierung des 110 Jahre alten Grundschulgebäudes nebst Neubau einer Turnhalle geeinigt hatten. In vier Bauabschnitten und fast vier Jahren Bauzeit bringt die Gemeinde die Schule damit sowohl technisch als auch energetisch auf den neuesten Stand. Der Schulbetrieb kann während der Sanierungsarbeiten weiterlaufen.

Bereits im Sommer 2014 kamen Sachverständige zu dem Schluss, dass die jahrzehntealten Sanitäranlagen, die Heizung sowie die Elektronik marode sind (wir berichteten). Diese bereits mehrfach thematisierten Defizite bestätige nun erneut der Architekt Peter Oppenheimer der Firma G+O Architekten aus Geretsried. Oppenheimer sprach von einem „Museum an bautechnischen Konstruktionen.“ Die Tragfähigkeit der Decken sei nicht mehr überall gegeben. Das Büro hatte in den vergangenen Monaten Bestandsuntersuchungen vorgenommen und sollte im Auftrag der Gemeinde Einsparpotenziale ausmachen.

Die Sanierung des Schulhauses sieht eine ganze Reihe an Einzelmaßnahmen vor. So soll etwa die Fassade, die zuletzt vor rund 15 Jahren aufgefrischt wurde, ausgebessert und neu gestrichen werden. Zudem bekommt der Bau im Zuge einer barrierefreien Umrüstung eine Aufzugsanlage. Beschlossen wurden außerdem neue Türen, eine in die Wände integrierte Haustechnik sowie ein sogenanntes Bussystem, das eine umfassende Gebäudeautomation ermöglicht. Jeder Klassenraum soll später über eine Mediensäule verfügen, von der aus die Lehrkräfte zentral unter anderem digitale Medien, Uhr und Sonnenschutz steuern können. Letzteres begrüßte etwa Fritz Haugg (FDP). Die Schule komme somit ins Multimediazeitalter „und verlässt die Kreidezeit“, sagte Haugg.

Der umstrittenste Punkt war die Installation eines Belüftungssystems. Drei unterschiedlich arbeitende und different teure Varianten standen zur Wahl. Letztlich entschied sich das Gremium mit zwölf zu neun Stimmen für ein zentrales Lüftungssystem ohne Klimaanlage, das ein konstant gutes Raumklima für die Kinder sicherstellt.

Eine derartig umfassende Generalsanierung erfordert normalerweise eine Auslagerung des Schulbetriebs, üblicherweise in Container. „Hier kann die Maßnahme aber während des Betriebs durchgeführt werden“, versicherte Architekt Peter Oppenheimer.

Angenommen (mit Gegenstimmen der FDP) wurde auch der Vorschlag, im Zuge der Sanierungsarbeiten, einen Neubau der Turnhalle, die aus den 60er Jahren stammt, in Angriff zu nehmen. Diese sei ebenfalls marode und überdies viel zu klein, sagte Karin Detsch (SPD) in ihrem Plädoyer. Neben allerlei anderen Mängeln gehe es heutzutage außerdem nicht mehr an, so Detsch weiter, „dass Buben und Mädchen nur einen Umkleideraum haben“. Sanierung und Hallenneubau belaufen sich laut Planern auf 10 645 000 Euro brutto. Gemäß Kämmerer Peter Vogel seien nach derzeitiger Haushalts- und Finanzplanung acht Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt. „Alles was darüber hinausgeht, muss in den Finanzplan bis 2021 eingestellt werden.“

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