Bauprojekte, Ortsentwicklung, Flüchtlinge

Würmtal - Im Jahr 2015 stehen in den Gemeinden des Würmtals zahlreiche kommunalpolitische Aufgaben an. Im Münchner Merkur blicken die Bürgermeister schon mal voraus.

Die Nachfrage nach Wohnraum hält an, Schülerzahlen steigen, und der Verkehr nimmt zu. Auf das Bevölkerungswachstum in der Region zu reagieren, bleibt eine der größten Herausforderungen der Würmtaler Kommunalpolitik. Die Entwicklung komme ganz von selbst, sagt Kraillings Bürgermeisterin Christine Borst (CSU). Nur müssten an den richtigen Stellen die Weichen gestellt werden, damit Krailling ein lebenswerter Ort bleibe. Kommunalpolitischer Stillstand bedeute folglich Rückschritt.

Umso erfreuter dürfte sie sein, dass bei einem großen Projekt der jahrelange Stillstand nun endlich überwunden scheint. Bei der Bebauung der Sanftlwiese, auf der neue Wohnungen entstehen sollen, sei man auf die Zielgerade eingebogen. „Mit der jetzt zusammen mit den Bürgern erarbeiteten Kompromisslösung kann 2015 eine Planung auf den Weg gebracht werden, die positive Auswirkungen auf unsere Ortsmittengestaltung haben wird“, so Borst. Nach dem Ideenwettbewerb zur Ortsmitte im letzten Jahr soll 2015 ein Büro ausgewählt werden, mit dem man die Detailplanung zur Gestaltung der zentralen Ortsbreiche angehen will.

Die Ortsmittengestaltung wird auch in Neuried das bestimmende Thema und ein zentraler Punkt der anstehenden Haushaltsberatungen sein. Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) sieht für 2015 im Teilumbau der Gautinger Straße die wichtigste Baumaßnahme neben der Fertigstellung der Mehrzweckhalle. Auf planerischer Ebene soll es um das Hettlage-Gelände und das Areal neben dem Rathaus gehen. Die Entwicklung dieser beiden Flächen künftig nicht mehr getrennt voneinander zu betrachten, ist eine der zentralen Einsichten aus dem 2014 begonnenen Ortsentwicklungsprozess.

In Gräfelfing misst Bürgermeisterin Uta Wüst (IGG) der Gestaltung des Jahnplatzes die höchste Priorität bei. „Das Projekt ist jetzt auf die Schiene gesetzt und kann zügig vorangetrieben werden“, sagt sie. In 2015 werde ein Bebauungsplan aufgestellt. Für das Seniorenheim Rudolf- und Maria-Gunst-Haus müsse der Gemeinderat Beschlüsse über den künftigen Betreiber, das Konzept und die Finanzierung fassen. Der Vertrag mit dem Roten Kreuz läuft aus, und das Gebäude muss modernisiert werden.

Die Schaffung von Wohnraum für Senioren beschäftigt auch andere Kommunen. In Krailling soll 2015 der Bau einer Einrichtung für betreutes Wohnen beginnen. Die Gemeinde hatte dafür dem Verband Wohnen im Landkreis Starnberg ein Grundstück an der Margaretenstraße zur Verfügung gestellt.

Planeggs neuer Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) kündigt an, man werde sich demnächst über generationsübergreifende Wohnkonzepte informieren. Ein solches Modell soll am Planegger Bahnhof entstehen. Im Januar beginne ein neues Wettbewerbsverfahren, um ein Gesamtkonzept für das Bahnhofsareal zu erarbeiten.

In Sachen U-Bahnverlängerung stünden 2015 Beschlüsse über die vorgesehene Vertragskonstruktion an. Für die Ortsmitte Martinsried müssten die Nutzungen für neue Gebäude festgelegt werden, damit das Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht werden könne.

Alle vier Bürgermeister werden 2015 mit Ausbau und Ertüchtigung von Schulgebäuden beschäftigt sein. In Gräfelfing will Uta Wüst die Nutzer des geplanten Anbaus auf dem Schulcampus zusammenbringen, um über die jeweiligen Bedürfnisse zu sprechen. Zudem werde man die Planung eines weiteren Kindergartens verfolgen. In Neuried möchte sich Harald Zipfel um einen möglichst schnellen Baufortschritt der Mehrzweckhalle bemühen, so dass noch in diesem Jahr zumindest der Schulsport wieder dort stattfinden kann und die Kinder nicht mehr in andere Hallen gefahren werden müssen. Christine Borst kündigt die Übergabe des generalsanierten Kinderhauses an die Caritas sowie die ersten Maßnahmen zur Sanierung der Kraillinger Grundschule an. Und Heinrich Hofmann will in diesem Jahr zumindest die Entwurfsplanung für die Sanierung der Planegger Grundschule beauftragen können.

Hofmann sieht auch in der Aufnahme der zu erwartenden Flüchtlinge eine große Herausforderung. „Hier wünsche ich mir die Hilfe und Unterstützung aller, um sie freundlich willkommen heißen und wohlwollend begleiten zu können“, sagt er.

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