Kinder müssen sich an andere Strecke gewöhnen

Baustellen erzwingen Verlegung des Schulwegs

Krailling - Jeden Tag nutzen zahlreiche Kraillinger Kinder die Margaretenstraße als Schulweg. Ausgerechnet dort reiht sich in den nächsten Monaten Baustelle an Baustelle.

Um die Kinder aus der Gefahrenzone zu holen, verlegt die Gemeinde den Schulweg vorübergehend in die Gautinger Straße.

„Von der Änderung betroffen sind vor allem Kinder aus dem Osten Kraillings“, erklärt Hilde Mürl vom Bauhof. Schüler, die beispielsweise in der Auenstraße wohnen, überqueren künftig nicht mehr die Brücke beim Gasthaus Alter Wirt, um in die Margaretenstraße zu gelangen, sondern laufen die Gautinger Straße entlang bis zum Bergerweiher. An der dortigen Fußgängerampel wartet bereits ein Schulweghelfer.

„Allerdings wohnen nur sehr wenige Schüler in dieser Gegend“, so Mürl, die die Vorhaben unter anderem mit der Polizei und der Leiterin der örtlichen Grundschule abgesprochen hat. Beide Parteien seien recht schnell mit der Gautinger Straße als Ausweichmöglichkeit einverstanden gewesen.

Die Kinder aus dem restlichen Gemeindegebiet gelangen über ruhige Seitenstraßen auf die Bergstraße. Diese verläuft, ebenso wie die Gautinger Straße, parallel zur Margaretenstraße. „Wir wissen, dass es nicht optimal ist“, so Hilde Mürl. Aber eine andere Möglichkeit gebe es nicht.

Zumal der betroffene Abschnitt der Margaretenstraße, zwischen der Brücke beim Alten Wirt und der Einmündung Pentenrieder Straße, aufgrund der Baustellen viel zu gefährlich sei. So ist der Gehweg auf der Seite des ehemaligen Schlecker-Gebäudes, welches abgerissen wird, nicht begehbar. Gleiches gilt für zwei Häuser zwischen Schlecker und Einmündung Luitpoldstraße.

Hinzu kommt die Großbaustelle, die an der Sanftlwiese entstehen wird. Die Zufahrt zum Gelände erfolgt über den Fußgängerweg, weshalb dieser ebenfalls gesperrt ist. „Wir können Kindern nicht zumuten, die Margaretenstraße drei- oder viermal zu überqueren“, so Mürl. Und für Ampeln sei nicht genug Platz vorhanden. Erwachsene hingegen könnten die Straße auch weiterhin nutzen.

Waltraud Asam, Vorsitzende der Kraillinger Senioreninitiative, hatte die Sorge geäußert, dass Geschäfte und Arztpraxen in der Ortsmitte nicht mehr gut erreichbar seien. Diese Bedenken kann Hilde Mürl entkräften. „Es wird keine Straßensperrung geben.“ Außerdem seien manche Baustellen, von der Sanftlwiese und dem Schlecker-Gebäude einmal abgesehen, bereits nach zwei bis drei Tagen wieder beendet. Hilde Mürl: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es große Probleme geben wird."

kp

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