Bernklau lehnt Vergleich vor Gericht ab

- Tellhöhe: Rechtsstreit um Honorar-Forderung ohne Ergebnis

Stockdorf/München (cc) - Das Architektenhonorar für das Vorhaben der Nobau GmbH an der Stockdorfer Tellhöhe 19-21 war am Freitag Streitgegenstand am Landgericht München I. Der Bauträger wollte nicht zahlen: Seine Baugenehmigung habe sich verzögert, weil der Gräfelfinger Architekt Harald Bernklau in zwei unterschiedlichen Funktionen tätig war. Für Ungemach hatte der Bebauungsplan Tellhöhe und das Thema Bernklau bereits im Gautinger Bauausschuss gesorgt. Rathaussprecher Reinhold Zellner wollte sich nicht äußern, ob zwischen Bernklau und Gemeinde noch Rechnungen offen sind. Es handle sich um "interne Angelegenheiten".

Landratsamt korrigiert die Gemeinde

Vor Gericht ging es nun um das Honorar, das Bernklau von der Nobau GmbH einfordert. Im Feuer standen laut Vorsitzendem Richter Andreas Harz nach Abzug des Verzögerungsschadens 26 000 Euro. Rechtsanwalt Jürgen Hilmayer, Vertreter der Nobau, legte dar: Geschäftsführer Nodjoumi habe den Vertrag mit Bernklau zu Recht gekündigt. Zeitverzögerungen und Zinsen seien dadurch entstanden, dass der Architekt einerseits den Bebauungsplan erstellte um Baurecht einzuschränken, für den Bauträger aber Baurecht "ausschöpfen" wollte. Der Gautinger Bauausschuss habe daraufhin auf stur geschaltet und nicht genehmigt.

Unterdessen erläuterte Richter Harz, dass das Landratsamt die Gemeinde korrigiert habe: Seit 31. Juli 2002 sei das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Über die "Doppelplanung" für Gemeinde und Bauträger, räumte Harz ein, wäre ein Schadenersatzanspruch möglich. Der Gütevorschlag auf 18 000 Euro scheiterte - obwohl der Richter klar machte, dass im Falle einer Insolvenz der GmbH möglicherweise gar nichts mehr bezahlt wird. Harald Bernklau lehnte das Angebot ab. Nächster Verhandlungstermin ist am 5. März 2004, um 9 Uhr.

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