Bessere Betreuung für Ganztagesklassen

Planegg - Der Kreisjugendring übernimmt künftig allein die Mittagsbetreuung der Ganztagesklassen der Grundschule. Dafür muss die Gemeinde bezahlen.

Derzeit kümmern sich zwischen 12 und 14 Uhr eine Sozialpädagogin und zwei 450-Euro-Kräfte des KJR um die Schüler, außerdem zwei Mitarbeiterinnen der Gemeinde und ein Bufdi. Wie Rektorin Eva Reindl dem Planegger Hauptausschuss berichtete, komme es während der Mittagszeit unter den Kindern jedoch immer wieder zu Konfliktsituationen. Dies bestätigte Claudia Haslbeck vom KJR: „Situationen schaukeln sich schnell hoch.“ Deshalb sei es sinnvoll, wenn die Kinder feste Ansprechpartner hätten, so Reindl. Für jede Klasse benötige man zwei Betreuerinnen. Künftig sollen sich zwei pädagogische Fachkräfte in Teilzeit und sechs geringfügig Beschäftigte des KJR um die Ganztagesschüler kümmern und auch vor und nach der Mittagspause in Projekte der Kinder eingebunden werden. Hierfür fallen jährlich Personalkosten von 94 000 Euro an.

Gerhard Schleburg (CSU) kritisierte, dass immer mehr Erziehungsarbeit auf die Kommune verlagert werde. In die selbe Kerbe schlug Anneliese Bradel (Gruppe 21): „Es fühlt sich falsch an, dass die Schule Kindern soziale Kompetenzen vermitteln muss.“

Das neue Konzept ist mit Mehrkosten von 24 000 Euro im Jahr verbunden. Diese reduzieren sich jedoch, da für die Mittagsbetreuung künftig kein gemeindliches Personal mehr eingesetzt wird. Unterm Strich muss die Gemeinde nächstes Jahr rund 14 000 Euro mehr berappen, in den Folgejahren zirka 5000 Euro. Der Hauptausschuss segnete dies einstimmig ab.

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