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Einsatzkräfte der Planegger Feuerwehr suchen nachdem Baustellenbrand nach Glutnestern

Einfamilienhaus in Flammen

Feuerwehr-Großeinsatz auf Baustelle

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Der Brand eines Einfamilienhauses in der Jörg-Tömlinger-Straße hat in der Nacht auf Dienstag die Planegger Feuerwehr in Atem gehalten. Brandursache könnten Dacharbeiten gewesen sein. 

Die Flammen loderten bereits aus der Fassade im Obergeschoss, als die Einsatzkräfte der Feuerwehr an dem Einfamilienhaus in der Jörg-Tömlinger-Straße in Planegg ankamen, zu dem sie in der Nacht auf Dienstag um 1.46 Uhr gerufen worden waren. Etwa eine halbe Stunde brauchten sie, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Für die 32 ausgerückten Mitglieder der Planegger Feuerwehr war die Arbeit damit aber noch nicht beendet. 

Mit Atemschutzmasken drangen sie in das Gebäude vor und rissen mit Äxten und Motorsägen großflächig die Isolation von der Fassade des noch unfertigen Neubaus, durch die sich das Feuer ausgebreitet hatte. Zusätzlich wurden mehrere Wärmebildkameras eingesetzt, um eventuell noch glimmende Glutnester aufzuspüren. Erst in den Morgenstunden konnten die letzten Einsatzkräfte den Brandort wieder verlassen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Erdgeschoss war zwar bereits bewohnt. Doch die Personen, die sich im Haus befanden, eine 46-jährige Frau mit ihren drei Kindern, hatten den Brand rechtzeitig bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Obwohl die Räume im Erdgeschoss durch das Feuer offenbar keinen Schaden genommen haben, kehrten sie zunächst nicht in das Gebäude zurück. „Wir haben ihnen geraten, die Nacht woanders zu verbringen“, sagte der Planegger Feuerwehr-Kommandant Martin Heizer. 

Ausgebrochen war das Feuer offenbar an der Außenwand im Übergangsbereich zwischen dem Obergeschoss und der Holzkonstruktion des Dachgeschosses. Laut Polizei könnte der Brand in Zusammenhang stehen mit Dacharbeiten vom Vorabend, bei denen auch ein Gasbrenner zum Einsatz kam. Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Schaden wird auf 30 000 Euro geschätzt.

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