Briefkästen: Neuried bleibt das Schlusslicht

- Weitester Weg im Würmtal

VON THOMAS STEINHARDT Würmtal - Auch nach der von der Post als "Optimierung" bezeichneten Briefkasten-Entfernungs-Aktion bleibt Neuried das Schlusslicht im Würmtal. In keinem anderen Ort müssen die Bürger so weit gehen, um einen Briefkasten zu erreichen.

478 Meter müssen die Neurieder im Durchschnitt zurücklegen, um einen Brief oder eine Postkarte auf die Reise schicken zu können - das liegt zwar innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Standards, überschreitet die Entfernungen in den anderen Orten aber deutlich. So müssen die Planegger neuerdings 289 Meter (vor der "Optimierung" 250 Meter), die Gräfelfinger 372 Meter (zuvor 317) und die Kraillinger 242 Meter (vorher 217) zurücklegen. Auch Postsprecher Gert Hilger, zuständig für Bayern und Baden-Württemberg, gesteht den Unterschied ein: "Das ist schon sehr hoch in Neuried".

Wie Hilger betont, sei die Post bereit, in besonderen Härtefällen nachzubessern. "Wo Bürgermeister das Gefühl haben, ungerecht behandelt worden zu sein, werden wir schon versuchen, nachzusteuern." Insgesamt habe es sich bei der umstrittenen Aktion um eine Optimierung gehandelt. "Wir haben nicht nur Briefkästen abgebaut. Wir haben auch Standorte zusammengelegt." An stark frequentierten Orten habe man die Briefkästen selbstverständlich gelassen. "Wir haben über einen längeren Zeitraum den Füllgrad der Kästen gemessen und man muss schon sagen, dass einige nur sehr wenig genutzt wurden."

Im Würmtal waren Briefkästen unter anderem in Planegg und Martinsried abgehängt worden. Deutschlandweit hatte die Aktion der Post für einiges Aufsehen gesorgt.

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