Bürgerbeteiligung soll Konsens bringen

- Kreuzungs-Umbau aktiviert seit Jahren Befürworter und Kritiker

VON HARTMUT BRINGS Planegg - Neue Wege der Bürgerbeteiligung beschreitet die Gemeinde Planegg bei der Umgestaltung der Kreuzung Richard-Wagner-/Ketteler-/Rudolfstraße. Vor weiteren Planungen bekommen Anwohner und Betroffene die Gelegenheit, im Rahmen eines so genannten "moderierten Workshops" ihre Wünsche mit einzubringen.

Die Umgestaltung der wichtigen Kreuzung in dem Planegger Wohnviertel hat eine ebenso lange wie kuriose Geschichte hinter sich: Vor drei Jahren hatten sich Eltern an die damalige Bürgermeisterin Ulrike Höfer mit Vorschlägen zur Fahrbahnumgestaltung gewandt. Weil viele Mädchen und Buben die Kreuzung auf ihrem Weg zur Volksschule überqueren müssen, stand vor allem der Sicherheitsgedanke im Mittelpunkt. Rund 200 Unterschriften hatten die besorgten Eltern eingesammelt.

Als im vergangenen Frühjahr die Gemeinde mit gelben Klemmen den geplanten Straßenumbau markieren ließ, regte sich Widerstand. Diesmal trugen sich gleich 400 Planegger in Listen ein, um gegen die ihrer Ansicht nach wenig praktikable Umgestaltung zu protestieren. Fürs blaue Rathaus Grund genug, weitere Schritte des Kreuzungsumbaus erst nach Beteiligung der Betroffenen anzupacken.

So lädt die Gemeinde für Dienstag, 29. April, zu einem Treffen ins Alte Rathaus (großer Saal der Musikschule) ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung unter Telefon 899 26 213 oder 899 26 208 erforderlich. Der Experte Christian Fahnberg wird die Planungen aus verkehrlicher und städtebaulicher Sicht erläutern. Befürworter und Gegner der Umgestaltung können Stellung beziehen. Ziel des Workshops ist es, Rahmenbedingungen auszuloten, unter denen die Maßnahmen möglichst im Konsens von Anwohnern und Nutzern umgesetzt werden können.

Bürgermeister Dieter Friedmann will mit diesem Abend ein Wahlversprechen einlösen - nämlich vor gemeindlichen Planungen die Bürger aktiv zu beteiligen. Die kontroverse Diskussion über die Kreuzung ist für den Rathaus-Chef ein willkommener Anlass.

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