Bürgerentscheide: Kraillinger erteilen Bauvorhaben klare Absage

Krailling - Die Kraillinger haben bei den Bürgentscheiden am Sonntag für klare Verhältnisse gesorgt: Sowohl das Bürgerbegehren Maibaum als auch Sanftlwiese erhielten klare Mehrheiten.

Das Resultat der Abstimmung vom Sonntag lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Dem Bürgerbegehren zur Sanftlwiese stimmten 62,48 Prozent der Wähler zu, dem Ratsbegehren nur 37,52 Prozent. „Unsere Bürger wollen dort ganz offensichtlich eine zweigeschossige Bebauung, eine Gfz von höchstes 0,39 und eine Erschließung von der Margaretenstraße“, sagte Bürgermeisterin Christine Borst nach Bekanntgabe der Resultate. Ihr sei ein „so eindeutiges Ergebnis“ lieber, zumal die Wahlbeteiligung relativ hoch gewesen sei (Sanftlwiese 52,73 %, Maibaumwiese 56,93 %).

Noch deutlicher fiel das Votum der Bürger gegen eine Bebauung der Maibaumwiese an der Pentenrieder Straße/Ecke Mitterweg aus: Das Bürgerbegehren erhielt 71,39 Ja-Stimmen, das Ratsbegehren nur 39,56 % - trotz des Angebots, dort einen Bürgertreff einzurichten. „Ich hatte gehofft, die Bürger mit Sachargumenten für eine Weiterentwicklung des Ortes gewinnen zu können“, sagte Borst. Für die CSU, die beide Ratsbegehren initiiert hatte, ist es eine erneute Niederlage bei Bürgerentscheiden. Bereits bei den vorangegangenen Urnengängen zum Sportpark auf der Sanatoriumswiese und zum Boardinghaus an der Würm hatte sie keine Mehrheit gewinnen können.

Thomas Metzner, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens Sanftlwiese, zeigte sich erleichtert. „Ich hatte gedacht, dass es knapper wird.“ Hans Peter Autenrieth, Vertreter des Bürgerbegehrens Maibaumwiese, hielt die Verquickung des Ratsbegehrens mit einem Bürgertreff für unglücklich. „Der Bürger hat gemerkt, dass er geleimt werden sollte.“ Werner Engl (Grüne) sah die Politik seiner Fraktion durch das Ergebnis bestätigt: „Wenn die CSU es jetzt nicht kapiert, wird sie bei der nächsten Wahl die Rechnung bekommen.“ BIK-Vorsitzende Imme Kaiser stimmte versöhnlichere Töne an: „Wir wollen unseren Sieg nicht auskosten, sondern die Basis für Offenheit im Gemeinderat schaffen.“

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