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Bürgermeister haben große Pläne für 2011

Würmtal - Das neue Jahr verspricht auf kommunalpolitischer Ebene einige brisante Entscheidungen. Die Bürgermeister des Würmtals sehen überwiegend positiv in die nahe politische Zukunft.

Gerade in den Bereichen der Energiepolitik und der Förderung von Bildung und Betreuung soll 2011 in den Rathäusern einiges auf den Weg gebracht werden. Auch in finanzieller Hinsicht gibt es in den Gemeinden keine allzu großen Sorgenfalten. Planegg, Krailling und Neuried wollen weiterhin schuldenfrei bleiben, Gräfelfing mit Bürgermeister Christoph Göbel sieht mit der für dieses Jahr geplanten Ansiedlung von Großkonzernen wie Philip Morris und Allguth in Sachen Gewerbesteuereinnahmen gar rosige Zeiten auf die Gemeinde zukommen.

Diese potentiellen Neueinnahmen werden allerdings in Gräfelfing auch gebraucht, „von visionären Zielen“ spricht der Bürgermeister, für den gerade 2011 ein spannendes Jahr wird. So steht bereits Ende Februar der Bürgerentscheid für das geplante Biomasse-Heizkraftwerk auf der Tagesordnung. Göbel sieht dem allerdings gelassen entgegen: „Der Gemeinderat war fast einstimmig für dieses Projekt. Da glaube ich nicht, dass eine Mehrzahl der Bürger sich dagegen ausspricht.“ Ein zweites Hauptprojekt 2011, und kaum weniger kostenintensiv, ist in Gräfelfing die Schaffung weiterer Kinderbetreuungsplätze. Das selbstbewusst formulierte Ziel Göbels: Die Gemeinde will bis spätestens 2013 jedem Kind einen Betreuungsplatz garantieren.

Familienpolitik steht auch in Planegg 2011 ganz weit oben. Bürgermeisterin Annemarie Detsch: „Der Betreuungsbedarf steigt täglich. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“ So wird 2011 weiter am Kinder- und Familienzentrum gearbeitet. Auch das geplante Regionalwerk im Zusammenschluss mit Krailling und Gauting soll konkrete Formen annehmen, wie auch die Ortsentwicklungsplanung Martinsried mit der kommenden U-Bahn-Haltestelle. „Die Bürger sollen hier mit ins Boot geholt werden“, verspricht die Planegger Bürgermeisterin, die sich für das kommende Jahr mehr Konsens in dieser Richtung erhofft.

Ähnlich ergeht es da Detschs Kraillinger Kollegin Christine Borst. 2010 mit ihrem Vorhaben der Ortsentwicklung auf der Sanftl- und Maibaumwiese am Widerstand der Bürger gescheitert, soll 2011 nun alles besser werden. Mit dem mutigen Konzept einer gemeinschaftlichen Ortsentwicklungsplanung, in welcher Bürger wie Gemeindeverwaltung gemeinsam ein Konzept entwerfen, sollen bereits Ende 2011 konkrete Pläne zu einer Modernisierung Kraillings vorliegen. „Und die brauchen wir unbedingt“, betont Borst. „Stillstand bedeutet Rückschritt, auch wenn das mancher in Krailling nicht wahrhaben will.“

Ilse Weiß, Bürgermeisterin von Neuried, ist die einzige unter ihren Kollegen, die zum Jahreswechsel etwas schwerere Sorgen plagen. So ist noch immer nicht klar, ob und wie sehr das Dach der Mehrzweckhalle beschädigt ist (wir berichteten). Ein Gutachter ist fürs neue Jahr bestellt. „Im schlimmsten Fall kann dies 2011 durchaus zur finanziellen Belastung für die Gemeinde werden“, klagt die Bürgermeisterin. Trotzdem will Weiß das neue Jahr davon nicht überschattet wissen. „Es steht auch viel Erfreuliches an. So wird beispielsweise das neue Jugendhaus in den nächsten Monaten fertiggestellt sein“, sagt sie.

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