Der Vorstand des Fördervereins Martinsrieder Christkindlmarkt: (v.li.) Tim Dünnwald, Dorle Nass, Sven Kalkühler, Berngard Detsch, Bernd Johann, Elfi Kalkühler und Evi Stollmann.
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Der Vorstand des Fördervereins Martinsrieder Christkindlmarkt: (v.li.) Tim Dünnwald, Dorle Nass, Sven Kalkühler, Berngard Detsch, Bernd Johann, Elfi Kalkühler und Evi Stollmann.

Förderverein Martinsrieder Christkindlmarkt

Christkindlmarkt: Wieder nur zwei Hütten?

  • Nicole Kalenda
    VonNicole Kalenda
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Ob der Martinsrieder Christkindlmarkt heuer coronabedingt noch einmal ausfallen muss, entscheidet sich Anfang Oktober. „Wir wollen auf jeden Fall etwas machen“, sagt Karina Kalkühler. Notfalls müssen wieder zwei Hütten auf dem Martinsrieder Martinsplatz reichen.

1981 als soziale Initiative gegründet, schüttet der Förderverein Martinsrieder Christkindlmarkt Jahr für Jahr etliche zehntausend Euro an Bedürftige aus. Er finanziert sich aus Spenden und durch die Einnahmen des Christkindlmarktes. Traditionell werden ein Wochenende lang auf dem Platz vor der Martinsrieder Kirche St. Martin an Buden Handgestricktes, dekorative Geschenkideen oder selbst gebackene Plätzchen verkauft. Ein umfangreiches Musikprogramm rundet die Veranstaltung ab, die zu den Höhepunkten im Würmtaler Advent zählt.

2019 verteilte der Förderverein 59 000 und 2020 rund 64 000 Euro

2020 kam alles anders. Die Corona-Pandemie machte monatelang das soziale Miteinander unmöglich. Und im vergangenen Dezember befand sich ganz Deutschland im Lockdown. Unter dem Motto „Martinsrieder Christkindlmarkt – seit 40 Jahren – auch dieses Jahr“ baute der Verein zwei Hütten am nahe gelegenen Martinsplatz auf, um von der dortigen Laufkundschaft zu profitieren. „Das war eine tolle Aktion“, sagt Karina Kalkühler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. „Das hat nicht den Markt komplett ersetzt, aber Aufmerksamkeit erregt.“ Und damit auch für Spenden gesorgt. „Die Einnahmen waren stabil“, so Karina Kalkühler, auch wenn Aktivitäten wie ein Benefizkonzert 2020 wegen Corona nicht stattfinden konnten. Ein Großteil der Zuwendungen von Firmen und Privatleuten sei wie üblich erst zur Weihnachtszeit geflossen.

Auf der Jahresversammlung, die nach pandemiebedingten Ausfall im vergangenen Jahr, jetzt wieder im Martinsrieder Bonhoeffer-Haus stattfinden konnte, berichtete Sozialbeauftragte und Gründungsmitglied Elfi Kalkühler von der Verwendung der Gelder in den vergangenen beiden Jahren. 2019 waren 59 000 und 2020 rund 64 000 Euro verteilt worden.

Hilfesuchende seien in der Corona-Krise mehr geworden

Die Hilfesuchenden seien in der Corona-Krise mehr geworden, sagt ihre Schwiegertochter Karina Kalkühler, Menschen, die ihren 450-Euro-Job oder einen Zusatzverdienst verloren hätten oder in Kurzarbeit gelandet seien. Auf der anderen Seite seien einige Unterstützungszwecke komplett weggefallen: Klassenfahrten zum Beispiel oder das traditionelle Spargelessen im Altenheim. „Die Sorge, dass das Geld nicht reicht, hat sich nicht bewahrheitet“, so Karina Kalkühler.

Anfang Oktober vergangenen Jahres informierte der Vorstand die Mitglieder über den Ausfall des Christkindlmarktes. Karina Kalkühler hofft, dass es nicht wieder so kommt. „Wir würden lieber einen ganz normalen Markt machen.“ Doch sei man abhängig von den Vorgaben der Behörden und der Pandemie-Situation. Für eine eventuelle Kontrolle der 3G-Nachweise, also ob die Besucher geimpft, genesen oder getestet sind, brauche es Helfer. Und den Kirchplatz, falls nötig, abzuriegeln sei nicht einfach. Karina Kalkühler: „Dieses Jahr wird es ein bisschen spannend.“

Bernhard Detsch und Bernd Johann stehen weiter als Tandem an der Vereinsspitze

Nicht so spannend verliefen die Neuwahlen auf der Jahresversammlung: Bernhard Detsch und Bernd Johann wurden als 1. und 2. Vorsitzender im Amt bestätigt. Die beiden stehen seit 2011 als Tandem an der Vereinsspitze. Sven Kalkühler, der im vergangenen Jahr nach dem Rückzug Markus Dorners kommissarisch Kassenwart wurde, wurde nun formal gewählt. Elfi Kalkühler bleibt Sozialbeauftragte, Karina Kalkühler zuständig für Öffentlichkeitsarbeit; zu Kassenprüfern wurden Tim Dünnwald, Dorle Nass und Evi Stollmann bestimmt.

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