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Die Fotomontage zeigt, wie die neuen Unterflur-Container an dieser Stelle wirken würden. Zu sehen sind lediglich noch die schicken Einwurfstutzen.

Pläne zu Wertstoff-Sammelstellen In Gräfelfing

Container-Standorte in die Erde versenken

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Gräfelfing - Die 23 Containerstandorte für Wertstoffe in Gräfelfing sind keine Zierde des Ortsbildes. In den nächsten Jahren könnten sie unter die Erde verschwinden.

Das Gräfelfinger Sammelsystem für die Wertstoffe Glas und Papier hat sich durchaus bewährt. Die Gemeinde verfügt mit 23 Standorten bewusst über so viele, dass sie fußläufig gut zu erreichen sind. Die Sammel-Quoten sind hoch, die Fehlwürfe (etwa bezüglich der Glasfarbe) überschaubar.

Nicht zu übersehen sind die Standorte selbst, die mit ihren klobigen, bunten Containern, den Zäunen und Hecke drum herum und vor allem mit der Vermüllung dieser Bereiche eine Zumutung für gepflegte Wohnviertel darstellen. Die Beschwerden aus der Bevölkerung und die unzähligen Putz-Einsätze des Bauhofpersonals beheben den Missstand nur punktuell.

Gräfelfings Umweltreferentin Lydia Brooks unterbreitete den Gemeinderäten nun eine radikale, optisch bestechende – und nicht ganz billige Lösung dieses Problems: Sie plädiert für sogenannte Unterflurcontainer-Standorte. Das bedeutet, der gesamte Standort wird unter die Erde verlegt. Die Container (Papier und Karton, Weiß-, Grün- und Braunglas) sitzen unsichtbar in ausbetonierten Schächten. Oberirdisch sieht man nur die schick zum Beispiel in Edelstahl gestalteten Einwurfstutzen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Es gibt weniger Lärm und weniger Geruch, die Anlage sieht ansprechend aus, und weil sie frei einsehbar ist, kommt es zu weniger illegaler Ablagerung und Vermüllung und auch zu weniger Fehlwürfen. Damit nicht genug: Die Unterflurcontainer haben ein dreimal größeres Fassungsvermögen als die herkömmlichen, deshalb müssen sie viel seltener geleert werden. Dabei klappt der Mitarbeiter einfach die Abdeckung über dem Container hoch und hebt diesen mit dem Lkw-Kran aus dem Schacht, schwenkt ihn zum Wagen und entleert ihn. Das dauert nur zwei bis drei Minuten pro Container. Lydia Brooks hatte sich solche Standorte bereits in Aschheim angesehen. Die Kollegen hätten nur gute Erfahrungen damit gemacht, sagte sie.

Nachteil dieser grundlegenden Erneuerung: sie kostet pro Containerstandort rund 30 000 Euro; in Gräfelfing wären das also insgesamt 700 000 Euro. Die Gemeinderäte zeigten sich dennoch nicht abgeneigt, die Standorte nach und nach umzubauen. Sie gaben Lydia Brooks einstimmig grünes Licht, die Planungen für einen ersten Standort voranzutreiben. Während die Verwaltung den Standort an der Ecke Kerschensteiner- /Leiblstraße als Beispiel aufgegriffen hatte, schlugen mehrere Gemeinderäte vor, mit dem Standort Bussardstraße zu beginnen. Dieser ist stark frequentiert – und besonders häufig vermüllt. Zudem liegt er ebenfalls auf freier Grünfläche und erlaubt eine bauliche Neuordnung ohne Probleme.

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