31 Schüler und ein Lehrer der Realschule müssen sich nun einem Coronatest unterziehen, nachdem eine Klassenkameradin positiv auf das Virus getestet wurde. (Symbolbild)
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31 Schüler und ein Lehrer der Realschule müssen sich nun einem Coronatest unterziehen, nachdem eine Klassenkameradin positiv auf das Virus getestet wurde. (Symbolbild)

Schüler in Quarantäne

Corona-Fall an Würmtal-Realschule

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Eine Zehntklässlerin der Würntal-Realschule ist positiv auf Corona getestet worden. Sie, 31 weitere Schüler und der Klassenlehrer befinden sich nun in Quarantäne. Der Fall zeigt, wie wichtig die Hygieneregeln an den Schulen sind.

Würmtal – Einbahnregelungen, abgetrennte Bereiche auf dem Pausenhof, Hygienevorgaben, dazu die Maskenpflicht: Die aktuellen Corona-Regeln an der Staatlichen Würmtal-Realschule Gauting unterscheiden sich nur in Nuancen von denen an anderen Schulen. Nun ist eine Zehntklässlerin dort positiv auf das Virus getestet worden (wir berichteten) – und es scheint so, als ob die Regeln dazu führen, dass die ganze Sache für Mitschüler, Lehrer und Eltern glimpflich abläuft.

Am Dienstag und Mittwoch, den ersten beiden Tagen nach den Sommerferien, hatte die Schülerin ganz normal am Unterricht teilgenommen. Nachdem sie sich nicht wohlfühlte, blieb sie am Donnerstag zu Hause und ging zum Arzt. Der testete die Zehntklässlerin auf das Virus. Am Samstagabend teilte die Mutter der Schule das Ergebnis mit: positiv.

Für Schulleiter Manfred Jahreis und eine Mitarbeiterin bedeutete das: Den Sonntag über musste organisiert werden. „Wir haben mit dem Gesundheitsamt gesprochen, anschließend hat die Kollegin alle Familien der betreffenden Klasse telefonisch verständigt“, sagt Jahreis. Das Kultusministerium wurde verständigt. Danach informierte der Schulleiter alle Lehrer und per Rundmail auch die Eltern aller 987 Schüler. Alles in allem sei die Kommunikation „sehr gut und vernünftig gelaufen“.

Eine 14-tägige Quarantäne wurde zunächst nur für die infizierte Schülerin, ihre 31 Klassenkameraden und den Klassenlehrer angeordnet. Dass es nicht mehr sind, führt Jahreis auf das Hygienekonzept der Schule zurück – und auf einen glücklichen Umstand. Am Dienstag und Mittwoch standen nämlich nur Klassleiterstunden auf dem Stundenplan, weswegen kein anderer Lehrer mit der Klasse Kontakt hatte.

Im Tagesablauf setzen Jahreis und seine Kollegen darauf, dass sich die Klassen möglichst nicht durchmischen. So sind beispielsweise auch auf dem Pausenhof der Realschule extra Bereiche für jede Klasse festgelegt. Das könnte der Schule jetzt zugutekommen. „Stellen Sie sich mal vor, beim Sport wären Schüler mehrerer Klassen zusammen“, sagt Jahreis.

Die Schule habe für ein mögliches Homeschooling vorgesorgt. In dem konkreten Fall heißt das: Es gibt Wochenpläne, aber auch täglichen Kontakt zu den Schülern. Heute um 8 Uhr beispielsweise will der Klassenlehrer von zu Hause aus über die Plattform Microsoft Teams Video-Kontakt zu den Schülern aufnehmen. „Das sollte täglich so sein“, sagt Jahreis. Es sollen nicht nur Aufgaben und Materialien verteilt, sondern auch besprochen werden. Mit der technischen Ausstattung ist der Schulleiter zufrieden. Etwa 750 Schüler hätten daheim Zugang zu einem Tablet, die Realschule verfüge zudem über eine eigene Cloud.

Die Klassenkameraden der Schülerin und der Klassenlehrer werden übrigens am heutigen Dienstag einer Reihentestung unterzogen. Unabhängig vom Ergebnis müssten sie als „Kontaktpersonen 1“ bis 23. September in Quarantäne bleiben, erklärt Landratsamtssprecherin Barbara Beck. Bei der positiv getesteten Schülerin handele es sich übrigens um eine Reiserückkehrerin – die Jugendliche sei zuvor in Portugal gewesen, sagt Beck.

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