Hermann Nafziger, CSU-Bürgermeisterkandidat.

CSU-Bürgermeisterkandidat Nafziger: "Frau Detsch hat keine Visionen"

Planegg - 2014 will Hermann Nafziger (CSU) Annemarie Detsch (SPD) als Planegger Gemeindeoberhaupt ablösen. Die Christsozialen legten jetzt ihre Strategie für die Kommunalwahlen fest.

Die Mitglieder von CSU-Fraktion und Ortsverband verbrachten das vergangene Wochenende in einem Hotel am Ammersee, um Themen für die Kommunalwahl im März 2014 zu erörtern. „Das war gut für den Zusammenhalt. Wir haben positive Diskussionen geführt“, berichtet Bürgermeisterkandidat Hermann Nafziger im Merkur-Gespräch. Der CSU-Ortsvorsitzende will SPD-Amtsinhaberin Annemarie Detsch aus dem Amt drängen und dafür sorgen, dass die CSU im Gemeinderat die größte Fraktion stellt. Derzeit sind SPD und CSU gleich stark.

„Die Entwicklung, die Planegg in den vergangenen zehn, elf Jahren gemacht hat, kann man nicht als positiv beschreiben“, sagt Nafziger. „Die Gemeinde wird nur verwaltet, unsere Nachbarn, wie etwa Gräfelfing, sind an uns vorbeigezogen. Frau Detsch hat keine Visionen für Planegg.“

Als besonders heikel sieht Nafziger die finanzielle Lage in Planegg. „Wenn wir nicht neue Einnahmequellen generieren, müssen wir zwangsweise freiwillige Leistungen kürzen.“ SPD und Detsch wirft Nafziger beim Thema Gewerbe Tatenlosigkeit vor. Die CSU hingegen wolle „echte Standortpolitik“ nach Gräfelfinger Vorbild machen. „Gräfelfings Bürgermeister Göbel spricht gezielt Unternehmen an.“ Aus diesem Grund sei der nördliche Nachbar inzwischen finanziell deutlich besser aufgestellt als Planegg. Früher war die Situation umgekehrt. „In Planegg wird von Jahr zu Jahr mehr Geld ausgegeben, aber gleichzeitig immer weniger eingenommen. Irgendwann funktioniert das nicht mehr.“ Ein weiteres großes Thema der CSU im Wahlkampf soll der Wohnungsbau werden.

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