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Damen-Trio beim Plausch (v.li.): Monika Metzger, CSU-Ortsvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin Marianne Hellhuber sowie Staatsministerin Michaela Kaniber.

Neujahrsempfang in Neuried

CSU fordert neue Politik

Beim Neujahrsempfang der CSU Neuried mobilisierte die Ortsvorsitzende Marianne Hellhuber ihre zahlreich erschienenen Parteifreunde für die Kommunalwahl am 15. März.

NeuriedAls Festredner zu Gast waren die Landwirtschaftsministerin in der Bayerischen Staatsregierung, Michaela Kaniber, und Landrat Christoph Göbel. Zu den Ehrengästen zählten neben den amtierenden Bürgermeistern Harald Zipfel (1. Bürgermeister), Markus Crhak (2. Bürgermeister) und Dieter Maier (3. Bürgermeister) auch der Bundestagsabgeordnete der CSU, Florian Hahn.

Neuried bleibe hinter seinen Möglichkeiten zurück, konstatierte Hellhuber und forderte eine neue Politik für die Gemeinde: „Wir wollen ein lebenswertes, finanzstarkes, nachhaltiges und digitales Neuried“, sagte die Kommunalpolitikerin. Entschlossen stellte sie die drei Säulen ihres Wahlprogramms vor. „Neuried soll wieder den Anschluss bekommen“, so Hellhuber. Dazu brauche es eine starke Gemeinschaft, Maßnahmen zur Digitalisierung und einen konsequenten Klima- und Umweltschutz.

„Die Gefahr der starken Männer ist wieder sehr groß“, mahnte Landrat Christoph Göbel in seiner Rede zum Jahresauftakt und verglich das angebrochene Jahrzehnt mit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es dürfe nicht noch einmal passieren, dass sich die Gesellschaft, wie damals, auseinanderentwickle und die Benachteiligten des „Goldenen Zeitalters“ Opfer von Populisten würden. „Wir müssen die Bedürfnisse der Menschen im Blick halten, die ansonsten Gefahr laufen, von anderen abgeholt zu werden“, sagte der Landrat und verwies insbesondere auf die Situation von alten Menschen, Alleinerziehenden und Landwirten in Deutschland. In dieser Hinsicht unterstrich er die Bedeutung der Kommunen bei der Bereitstellung von Infrastruktur.

Ein Plädoyer für die Landwirte hielt auch die Landwirtschaftsministerin. Kaum eine Branche sei so unter Druck, sagte Michaela Kaniber. Dabei sei die Landwirtschaft nach der Automobilbranche die zweitgrößte Stärke Bayerns. Um die Situation zu verbessern, müsse man wegkommen von einer „Geiz-ist–geil-Mentalität“. Nur sieben Prozent der Bevölkerung kauften derzeit biologisch produzierte Produkte. Die Ausstattung von Kantinen mit Bio-regionaler Ware beschrieb Kaniber als eine Möglichkeit, die bayerische Landwirtschaft zu stützen. Allein Kitas und Altenheime hätten einen täglichen Bedarf von rund 625 000 Mittagessen pro Tag. Auch Michaela Kaniber benannte drei Säulen für die Ausrichtung in die Zukunft: Ökologie als zentrale Frage, eine starke Ökonomie und soziale Sicherheit.

Alexandra Joepen-Schuster

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