Viel politische Prominenz erschien zum CSU-Neujahrsempfang in der Grundschule: (v.li.) Ernst Weidenbusch, CSU-Kreischef und Landtagsabgeordneter, mit Gattin Claudia, Neurieds 2. Bürgermeister Markus Crhak, Bundestagsabgeordneter Florian Hahn, Manfred Weiß, Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber und Marianne Hellhuber, CSU-Ortsvositzende. Foto: fkn

CSU-Mitglieder jubeln Stoiber zu

Neuried - Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber gab sich nach 17 Jahren wieder die Ehre als Gastreferent auf dem Neujahrsempfang der Neurieder Christsozialen.

Die Aula der Neurieder Grundschule war zum Bersten gefüllt, als Stoiber ans Rednerpult trat. Der CSU-Ortsverein Neuried hatte am Sonntagvormittag zum traditionellen Neujahrsempfang, der ursprünglich in der seit Dezember gesperrten Mehrzweckhalle stattfinden sollte, geladen. Marianne Hellhuber, Vorsitzende der CSU in Neuried, plädierte in ihrer Eröffnungsrede dafür, nicht nur die richtigen politischen Weichen für die Zukunft zu stellen, sondern die Bürger verstärkt in politische Entscheidungen einzubinden. „Das ist ein Auftrag, der in der Gemeinde beginnt und in Europa endet“, sagte Hellhuber.

Die Europapolitik stand im Mitelpunkt der Rede von Bayerns früherem Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, den die CSU Neuried nach 17 Jahren erneut als Gastredner gewinnen konnte. Grundsätzlich wolle er nicht zu sehr die Tagespolitik in Bund und Land bewerten, da er jetzt am Rande des Spielfelds stehe, auf dem er lange genug gestanden habe, schickte Stoiber seinen Ausführungen voraus. Er, der heute Mitglied der High Level Komission zum Thema Verwaltungsvereinfachung in Brüssel ist, reflektierte europapolitische Themen.

Die europäische Ebene sei heute die endscheidende, betonte Stoiber. Schließlich seinen von 21 000 verabschiedeten Gesetzen und Vorschriften seit 2006 nur noch 3000 auf Bundes- oder Landesebene beschlossen worden - 18 000 dagegen in Brüssel. Eine besondere Bedeutung wies Stoiber der europäischen Währungs- und Wirtschaftspolitik zu. Erst eine solide Finanzpolitik - nach bayerischem Vorbild - erlaube auch Themen der Nachhaltigkeit wie den Umweltschutz und eine grundsätzliche Ausrichtung auf Demokratie anzugehen. Mit dem Wunsch für 2011, dass es in Deutschland nicht eine verhängnisvolle Machtverschiebung zu Rot-Rot-Grün gebe, und die CSU in Bayern an Stärke gewinne, schloss Stoiber seine umjubelte, einstündige Rede.

Während Stoiber tagespolitische Themen am Sonntag umschiffte, nahm Neurieds Bürgermeisterin Ilse Weiß Stellung zu aktuellen Schwerpunkten in Neuried, wie der einsturzgefährdeten Mehrzweckhalle und dem Bau eines neuen Rathauses. Die Ergebnisse der Gutachter zum Zustand des Daches der Mehrzweckhalle erwarte die Gemeinde noch in dieser Woche, stellte die Rathauschefin in Aussicht. Die Halle ist seit Dezember wegen Einsturzgefahr gesperrt (wir berichteten). „Im schlimmsten Fall muss das Dach erneuert werden“, so Weiß.

Das Raumkonzept für ein neues Rathaus, das in der Neurieder Ortsmitte entstehen soll, sei ein weiterer Schwerpunkt, so Weiß. Seit den 1990er Jahren ist der Bau eines neuen Rathauses aufgrund von Raumnot im Gespräch. „Wir haben Kindergärten, die Grundschule und das Jugendhaus in Angriff genommen, jetzt ist das Rathaus dran“, versprach die Bürgermeisterin. Noch in diesem Jahr wolle man in punkto Rathaus einen entscheidenden Schritt weiterkommen.

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