Die zwölf Wiesn-Rezepte von Johann Barsy gibt es als E-Book unter johann-barsy.de.  Foto: Dagmar Rutt
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Die zwölf Wiesn-Rezepte von Johann Barsy gibt es als E-Book unter johann-barsy.de.

Forst-Kasten-Wirt Johann Barsy veröffentlicht zwölf Oktoberfest-Rezepte

Der typische Wiesn-Geschmack

Um den typischen Geschmack und Geruch des Oktoberfests auch in Corona-Zeiten zu bewahren, hat Johann Barsy, Wirt des Forsthauses Kasten, ein E-Book mit Wiesn-Rezepten ins Internet gestellt.

Neuried – Statt Bierzelt, Riesenrad, Geisterbahn, Toboggan und fröhlich feiernder Menschenmassen in Lederhose und Dirndl herrscht auf der Theresienwiese aktuell gähnende Leere – und das am ersten Wiesnwochenende. Scho schad. Johann Barsy, seit 30 Jahren Wirt im Forsthaus Kasten, hat dieser trostlose Zustand kreativ werden lassen. Damit das Oktoberfest in diesem Jahr nicht ganz ins Wasser fällt, hat er sich auf die Suche nach dem typischen Geschmack und Geruch des größten Volksfestes der Welt gemacht. Das Ergebnis heißt „Wiesn dahoam 2020“, ein E-Book, das es ab sofort online zu kaufen gibt.

Von der Zwiebelsuppe über die Fischsemmel bis hin zu Kalbshaxn, Böfflamot, Semmelschmarrn, gebrannten Mandeln und Früchtespieß in Schokosoße enthält das Rezeptbuch alles, was der Bayer kulinarisch mit der Wiesnzeit verbindet. Präsentiert werden die insgesamt zwölf Rezepte in altbewährter Barsy-Manier vom Küchenmeister selbst in Form von Echtzeit-Videos.

12 Rezepte für die Wiesn-Party

Schon seit zwei Jahren produziert der Wirt vom Forsthaus Kasten zusammen mit Geschäftspartner Tobias Kuner jede Woche ein Kochvideo und stellt es online. Unter „Johann Barsy kocht!“ sind die Rezepte auf Facebook, Instagram, YouTube und natürlich der eigenen Homepage johann-barsy.de abrufbar. Ihnen komme es darauf an, zu zeigen, dass man qualitativ hochwertig essen könne, ohne groß den Geldbeutel aufmachen zu müssen, so Kuner. „Die Leute sollen selber Kreativität entwickeln. Ich will ja kein Missionar sein“, ergänzt Johann Barsy. Die zwölf Oktoberfestrezepte eigneten sich sowohl zur Wiesnparty daheim als auch zum Schafkopfabend. „Des passt“, ist sich der Koch sicher. Alle Rezepte könne man daheim selber machen, meint Kuner. Er persönlich hat auch einen klaren Favoriten: „Der Semmelschmarrn hat mir am besten geschmeckt“, gibt der Neurieder Eventmanager unumwunden zu.

Normalerweise können Barsys Rezepte umsonst abgerufen werden, das neue E-Book mit Wiesnschmankerln kostet 5,25 Euro. Ein Preis, der dem potentiellen Käufer einerseits entgegenkommen, andererseits aber noch eine Summe für einen guten Zweck übrig lassen soll. Die Hälfte des Erlöses kommt nämlich dem Münchner Verein Kinder ohne Hunger e.V. zugute; ein Projekt, das sowohl Barsy als auch Kuner am Herzen liegt. Dafür gibt es als Draufgabe zu den zwölf Rezepten noch den „ultimativen Wiesnhit 2020“ dazu.

Der singende Küchenmeister

Wer den Küchenchef und Wirt des Forsthauses kennt, weiß, dass bei allem, was er anfängt, der Unterhaltungswert niemals zu kurz kommen darf. Für diese ganz besondere Wiesn hat sich Johann Barsy deshalb auch etwas ganz Besonderes ausgedacht: einen Rap. Mit Hilfe der Musikkapelle Wallgau und auf Basis des Tölzer Schützenmarsches ist dem Multitalent mit „Koa Wiesn ned“ in der Tat ein Ohrwurm gelungen, der seinesgleichen sucht. Das dazugehörige Video zeigt den singenden Küchenmeister in voller „Johann-Barsy-kocht!“-Montur auf der traurig „staden“ Theresienwiese.

Wie es sich gehört, haben Barsy und Kuner den Wiesnhit 2020 für ein internationales Publikum kreiert. Er ist mit bayerischen und auch mit englischen Untertiteln unterlegt. Das sei gar nicht so einfach gewesen: „Wir haben lange für die Übersetzung von ,hod scho lange koan mehr geköpft’ gesucht“, meint Kuner. Das sei heute einfach nicht mehr so im Sprachgebrauch. Der Song gegen Wiesn-Entzugserscheinungen ist ab sofort online.

Wem zur Musi und zum Kulinarischen denn doch die Atmosphäre abgeht, dem sei die Forst-Kasten-Biergartenwiesn an diesem Wochenende empfohlen. Los geht’s pünktlich zum Anstich. Ab 11 Uhr werden am Samstag die Gäste im Biergarten mit Schmankerln und natürlich Wiesnbier bewirtet – und Livemusik gibt es natürlich auch.

VON MARGOT DENY

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