"Die Jungs sind so heiß, dass das Würmtal brennen müsste"

- Tabellenführer TSV Gräfelfing empfängt Verfolger SV Planegg

VON NICOLE KALENDA Gräfelfing / Planegg - Am 23. Spieltag kommt es endlich zum lang ersehnten Spitzenspiel in der Kreisliga 3. Der Spitzenreiter TSV Gräfelfing trifft am Sonntag an der heimischen Hubert-Reißner-Straße auf den Lokalrivalen und Tabellenzweiten SV Planegg-Krailling. Gräfelfings Spielertrainer Stefan Behr versucht schon vor dem Spiel die Emotionen zu zügeln. "Ich wünsche mir ein schönes Spiel und dass dann beide Mannschaften aufsteigen."

Ganz anders gibt sich da der Trainer der Planegger, Oliver Bock. "Die Jungs sind schon so heiß, dass das Würmtal eigentlich brennen müsste", hat er beobachtet. Eine gewisse Aggressivität sollen seine Fußballer dann auch auf dem Platz zeigen, schließlich ist es für die Planegger die letzte Chance, noch einmal an die Gräfelfinger heranzukommen.

Der Abstand beträgt derzeit zwar acht Punkte, doch bei einem Spiel weniger haben Bocks Mannen mit einem Sieg am Sonntag noch alle Chancen. Bei einer Niederlage könnte allerdings auch der sicher geglaubte zweite Platz in Gefahr geraten.

Zu Recht sagt deshalb Behr, dass "der gesamte Druck auf den Schultern der Planegger liegt". Mit diesem Druck will die Elf um Stürmer Stefan Sobocan durchaus offensiv umgehen. "Wir haben keinen Grund, uns vor den Gräfelfingern zu verstecken, und werden versuchen, schön nach vorne zu spielen", lautet die Devise von Bock. Sein Gräfelfinger Gegenüber Behr hingegen will über Konter zum Erfolg kommen. "Wir müssen nicht unbedingt gewinnen, uns langt auch ein Unentschieden", begründet er seine Taktik.

Ob er selbst eine Rolle auf dem Rasen spielen wird, ist noch ungewiss. Zwar schmerzt sein Knie noch ein bisschen, doch gegen Planegg "würde der auch einbeinig auflaufen", glaubt Planeggs Ayhan Kurt.

Mehr Sorgen bereitet Behr seine rote Karte gegen Puchheim. Ein Urteil über die Sperrzeit ist noch nicht bekannt. Doch ob mit oder ohne Behr ist Planeggs Coach Bock relativ egal. "Ich werde jetzt keinen extra für irgendjemanden abstellen, wir wollen unser Spiel machen", sagt er.

Ähnlich sieht es Gräfelfings Spielertrainer. "Wer jetzt den Sobocan und den Palji±c übernimmt, weiß ich nicht. Der Martin Krüger und der Stefan Patsch sind zurzeit in bestechender Form. Die machen das schon irgendwie", vertraut er seinen Manndeckern.

Das Feld ist also gerichtet für den Fußball-Leckerbissen. Und bei schönem Wetter hoffen die Trainer deshalb auch auf regen Zuschauerzuspruch. "So an die 300", erwartet Behr. Ob es die angepeilten "500 bis 1000" werden, die Bock anpeilt, darf bezweifelt werden.

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