Die Zufahrt zur Tiefgarage des Gräfelfinger Bürgerhauses.
+
Die Zufahrt zur Tiefgarage des Bürgerhauses ist nicht leicht zu finden. Eine bessere Ausschilderung in der Bahnhof- und Rottenbucher Straße soll Autofahrern künftig den Weg weisen.

Nach Online-Umfrage und Workshop

Gemeinde schnürt Hilfspaket für Einzelhandel

Mit einem Maßnahmenpaket will die Gemeinde Gräfelfing dem örtlichen Einzelhandel unter die Arme greifen. Und damit auch bei einer Firmenumfrage geäußerte Wünsche erfüllen.

Gräfelfing – Mit schnell umsetzbaren Maßnahmen will Gräfelfing den durch die Pandemie und den zunehmenden Online-Handel angeschlagenen Einzelhandel ankurbeln und stärken. Wobei der Fokus bewusst nicht nur auf die Bahnhofstraße als Hauptansiedelung des Einzelhandels gelegt wird, sondern auch auf andere Standorte wie etwa den Jahnplatz oder die Pasinger Straße. Damit strebt die Gemeinde eine abwechslungsreiche Vernetzung aus Geschäften, Gastronomie, Dienstleistung und Gesundheitsangeboten an. Durch ein mehrstufiges Programm der gemeindlichen Wirtschaftsförderung – eine Online-Befragung von Gräfelfinger Unternehmern im Frühjahr und einen Workshop Mitte Juni – haben sich Maßnahmen herauskristallisiert, die sich alle nach Aufwand und Nutzen realistisch umsetzen lassen.

Wochenmarkt vergrößern

So soll unter anderem geprüft werden, ob der Wochenmarkt noch vergrößert werden kann. Die Erfahrung zeige, so Sabine Strack, Wirtschaftsförderin der Gemeinde, dass ein attraktiver Wochenmarkt Einzelhandelsstandorte belebt. Auch soll die Parksituation in der Bahnhofstraße verbessert werden. Diese werde oft bemängelt, berichtet Strack. Gleichzeitig weise die Tiefgarage des Bürgerhauses tagsüber oft noch freie Kapazitäten auf. Da sogar manchen Gewerbetreibenden diese Parkmöglichkeit offenbar nicht bekannt ist, möchte die Verwaltung dies mit einem verbesserten Parkleitsystem, sprich neuen Schildern im Straßenraum der Bahnhof- und Rottenbucher Straße zeitnah ändern.

Sprechstunde für Immobilienbesitzer

Ein wichtiges Anliegen der Gewerbetreibenden sind die hohen Immobilienpreise. Diese machen es schwer, sich überhaupt im Ort anzusiedeln oder sich dort zu halten. Hohe Mieten fördern den Leerstand, erklärte Gemeinderat Günter Roll (BVGL) in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Deshalb, so Sabine Strack, strebe die Gemeinde einen Dialog mit den Vermietern an und überlege, eine Art Sprechstunde für Immobilienbesitzer einzurichten.

Neue Würm Card ab Oktober

Einen weiteren wesentlichen Baustein für einen gut aufgestellten Wirtschaftsstandort sehen die Workshop-Beteiligten in der Werbung. Wenn der Verbraucher keine Kenntnis von der Vielfältigkeit der Angebote habe, gereiche das nicht zum Vorteil der Händler, Gastronomen und Dienstleister. Dies ändern möchte die Verwaltung nun mit einer gemeinsamen optischen Darstellung. Vorstellbar sei, einen Überblick aller Standorte in Form einer Karte zu veröffentlichen. Zudem kommt ab Oktober auch die neue Würmtal Card hinzu und damit ein Instrument, das den Bekanntheitsgrad der lokalen Anbieter ebenfalls steigern kann.

„Momentan akquirieren wir Partnerunternehmen zusammen mit Planegg, um dann ab Oktober einen großen, interessanten Strauß an Unternehmen bieten zu können“, informiert Wirtschaftsförderin Sabine Strack. Die Würmtal Card ersetze den bislang bekannten Würmtal-Gutschein und kann auch als digitales Zahlungsmittel eingesetzt werden. Carolin Högel

Auch interessant

Kommentare