Einsatz für Menschenwürde und Toleranz

- Katholischer Frauenbund Planegg-Krailling feiert Geburtstag

Würmtal (mm) - "Wir kommen nicht nur zusammen, um Kaffee zu trinken, sondern sind eine Vereinigung, die etwas bewirkt hat", sagt Erika Weichelt. Die Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes Planegg - Krailling - Martinsried, der aktuell über 100 Mitglieder zählt, feierte mit ihrem Zweigverein jetzt den 85. Geburtstag und das 100-jährige Bestehen der bundesweiten Vereinigung.

Der Ursprung des Verbandes liegt in der Frauenbewegung der Jahrhundertwende. Die Schwedin Ellen Ammann, Frau eines Münchner Arztes, gründete in Köln den Katholischen Mädchenschutzverein und die Bahnhofsmission. Sie zählte zu den ersten Frauen im Bayerischen Landtag.

Schon 15 Jahre nach der Gründung fanden sich 285 Frauen aus den Gemeinden Planegg, Krailling und Martinsried zusammen, die sich dem Verband anschlossen. Der Zweigverein war auf ortsgebunden Probleme fixiert; nach dem 2. Weltkrieg galt es, materielle Not zu lindern und Witwen beizustehen. Federführend war als 1. Vorsitzende Rosa Prentl; von 1921 bis 1938 leitete Baronin Elisabeth von Hirsch den Frauenbund.

Der bundesweit 200 000 Mitglieder zählende Verband (Diözese München und Freising: 20 000) blickt heute in der Tat auf Erfolge hin, die mit Kaffeetrinken nicht zu erreichen sind. Durch die Vernetzung mit anderen Verbänden sei es gelungen, dass Vergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten als Kriegsverbrechen geahndet wird und dass schon der Besitz von Kinderpornos strafbar ist, so der Frauenbund.

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