Endlich im Fünf-Minuten-Takt zum Campus

Planegg - Wenn im Mai das Biomedizinische Zentrum eröffnet, kommen noch mehr Studenten. Der wichtigste Bus im Kreis muss dafür fit gemacht werden.

Spätestens mit der für Mai vorgesehenen Fertigstellung des Biomedizinischen Zentrums der Ludwig-Maximilians-Universität in Martinsried zählt die Buslinie 266 zu den wichtigen Verbindungen im Landkreis. Die im Nahverkehrsplan ausdrücklich festgestellte Bedeutung beschert L 266 den Fünf-Minuten-Takt in Stoßzeiten. In den Genuss der finanziellen Vorteile gelangt Planegg schon seit vergangenem Jahr. Mit Inkrafttreten des Nahverkehrsplans (NVP) ist die Gemeinde hinsichtlich L 266 von ihrem Finanzierungsanteil befreit. Derlei Kosten „werden für Linien, für die der Landkreis im Nahverkehrsplan einen entsprechenden Bedarf festgestellt hat, ab dem Haushaltsjahr 2014 in voller Höhe durch den Landkreis selbst getragen“, heißt es in dem im September 2013 vom Kreistag beschlossenen NVP. Um den Takt für den MVV-Regionalbus 266 von 20 auf zehn Minuten zu verdichten, hatte Planegg jährlich 90 000 Euro beigesteuert. Die vor rund zehn Jahren zwischen dem Landkreis München und dem Freistaat Bayern getroffene Vereinbarung verpflichtet den Freistaat zudem, die werktags (7 bis 19 Uhr) eingeführte Taktverdichtung mit einem Drittel der nicht durch Einnahmen gedeckten Betriebskosten mit zu finanzieren. Maximal sollten dabei jährlich 120 000 Euro fällig werden. Tatsächlich kam die Staatsregierung mit der Hälfte des Betrags davon. In den vergangenen Jahren betrug das vom Freistaat zu tragende Betriebskostendefizit 60 000 Euro pro Jahr. Die Linie 266 bindet den Campus Martinsried mit seinen Lehr- und Forschungseinrichtungen, dem Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie sowie den Max-Planck-Instituten an den öffentlichen Nahverkehr an. In Abstimmung mit dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst reagiert der MVV mit einem Fünf-Minuten-Takt auf das zu erwartende, höhere Verkehrsaufkommen, sobald das Biomedizinische Zentrum auf dem High-Tech-Campus seinen Betrieb aufnimmt. Die Fertigstellung ist laut Landratsamt für den 4. Mai geplant. Nach einer Intervention des Staatsministeriums vom vergangenen Dezember übernimmt der Kreis künftig den Kostenanteil des Freistaats für den Zehn-Minuten-Takt. Im Gegenzug finanziert die Staatsregierung den während der studentischen Rushour ab heuer erstmals vorgesehenen Fünf-Minuten-Takt. Informationen über genaue Beträge stehen nach Angaben des Abteilungsleiters für Umwelt und Verkehr im Landratsamt, Jörg Spennemann, erst Ende des Jahres zur Verfügung.

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