Der Planegger Bahnhofplatz wird in den nächsten Jahren ein neues Gesicht erhalten. a-foto: sibo

Erste Eckpunkte für Bahnhofsareal beschlossen

Planegg - Der Gemeinderat hat erste Eckpunkte für die Neugestaltung des Bahnhofareals beschlossen. Eine Pkw-Unterführung ist vom Tisch, ebenso ein Radtunnel.

Im vergangenen Jahr veranstaltete die Gemeinde Planegg zur Neugestaltung des Bahnhofsareals einen städtebaulichen Ideenwettbewerb. Weil sich die Verwaltung jedoch im Anschluss auf die Martinsrieder Ortsmitteplanung konzentrierte, ruhte das Projekt. Im kommenden Jahr will sich das Bauamt aber wieder voll der Neugestaltung des S-Bahnareals widmen. Am Donnerstag konkretisierte der Gemeinderat seine Vorgaben, so dass die Planer nun detaillierte Pläne für das Gebiet zwischen Heide-Volm und Germeringer Straße ausarbeiten können.

Die einmal angedachte Erschließung des Plangebiets vom Kreuzwinkel über einen Tunnel lehnte der Gemeinderat mit großer Mehrheit ab. Die geschätzten Kosten von rund 3,2 Millionen seien zu hoch. Stattdessen sollen die geplanten Wohnblöcke entlang der Bahnstrecke von der Germeringer Straße angebunden werden. Dazu müsste eine weitere Ampel kurz nach dem Tunnel errichtet werden. Das Straßenbauamt hat seine grundsätzliche Zustimmung bereits signalisiert. Auch eine zusätzliche Röhre unter den Schienen nur für Radfahrer lehnte der Rat aus Kostengründen ab.

Wie sich das Verkehrsaufkommen im Bereich der Bahnhofstraße und des Bahnhofsplatzes entwickeln wird, wenn das Mammut-Projekt einmal abgeschlossen ist, veranschaulichte Verkehrsplaner Helmut Ammerl. Größere Verkehrsprobleme seien demnach nicht zu erwarten, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Park&Ride-Anlage an der Eiche auf die Westseite der Bahnlinie verlegt wird und kein Discounter am Bahnhofsplatz entsteht. Mit spürbar erhöhtem Verkehrsaufkommen sei vor allem in der Mathilden-, nicht so sehr in der Bahnhofstraße zu rechnen.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, Gespräche mit potenziellen Investoren aufzunehmen und Baudichte und Nutzungsgröße zu prüfen. In welchem Verhältnis Wohnraum, Einzelhandel und Büros stehen sollen, wird der Gemeinderat im kommenden Frühling festlegen. Ende 2013 soll dann der Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt werden. Max Gum-Bauer bat die Verwaltung darum, den Zeitplan einzuhalten. Denn: „Am Bahnhof liegen Millionen brach“, betonte der FWD-Gemeinderat.

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