Spatenstich zur Sanierung des Vereinsheims des TSV Gräfelfing
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Spatenstich zur Sanierung, dem Um- und Teilneubau des Vereinsheims des TSV Gräfelfing (v.li.): Bürgermeister Peter Köstler, Architektin Claudia Haberl, Elke Baumgärtner (BLSV), TSV-Präsident Christoph Göbel, Architektin Elisabeth Breiter (Bauherrenvertretung) und TSV-Vizepräsident Florian Brenner.

Um- und Teilneubau des Vereinsheims

Erster Spatenstich für TSV-Sanierung

  • Martin Schullerus
    vonMartin Schullerus
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Der TSV Gräfelfing, der heuer 95 Jahre alt wird, freut sich über eine Verjüngungskur für seine Infrastruktur. Am Montag erfolgte der erste Spatenstich der Generalsanierung des Vereinsheims mit Um- und Teilneubau. Sie soll zwei Jahre dauern und sechs Millionen Euro kosten.

Gräfelfing – TSV-Präsident Christoph Göbel würdigte bei dem Termin das in den 80er Jahren mit großen Anstrengungen verwirklichte Vereinsheim. Allerdings sei es auch „ein Kind seiner Zeit“: Raumaufteilung, Sanitäranlagen, Brandschutz, Barrierefreiheit und Haustechnik – all das entspricht nicht heutigen Standards an Funktionalität und Sicherheit und passt auch im Umfang nicht mehr zu dem stark gewachsenen Verein.

Mischung aus Sanierung, Neu- und Umbau

Nachdem sich die Gemeinde gegen einen Neubau entschieden hatte, war schnell klar, dass es andererseits mit einer alleinigen Sanierung nicht getan sein würde. Namentlich der Zwischenbau zwischen Gaststätte und alter Turnhalle ließ sich nicht dem neuen Bedarf anpassen. So sehen die Pläne von Architektin Claudia Haberl nun eine Mischung aus Sanierung, Neu- und Umbau vor, die in zwei Bauabschnitten während der nächsten zwei Jahre unter laufendem Betrieb umgesetzt wird.

Vereinsheim der Schützengesellschaft Würmtaler I wird renoviert

Zunächst werden im Untergeschoss, das saniert und erweitert wird, anstelle der Kegelbahn neue Umkleiden und Sanitärbereiche entstehen. Außerdem werden die Statik ertüchtigt, der Brandschutz angepasst und Fluchtwege erneuert. Das Vereinsheim der Schützengesellschaft Würmtaler I wird renoviert. Der zweite Bauabschnitt (ab 2022) sieht den Abbruch des Zwischenbaus und einen neuen, etwas größeren Ersatzbau in Holzständerbauweise vor. Hier sollen Büros, Lagerräume, Umkleiden und Sanitärräume entstehen. Auch das Foyer samt zentraler Treppe wird umgebaut, das Obergeschoss barrierefrei angeschlossen. Die Vereinsgaststätte selbst soll lediglich eine leichte Überarbeitung und Anpassung an heutige Bedürfnisse erfahren. Die Turnhalle – die älteste am Ort – bleibt bestehen.

Gemeinde trägt Löwenanteil der Kosten

Christoph Göbel dankte vor allem der Gemeinde als „starkem Partner“, der den Löwenanteil der Kosten trage und dieses Projekt seit Jahren konstruktiv begleite und es überhaupt erst ermöglicht habe. Ebenso dem Freistaat, der über den Landessportverband einen Zuschuss in Aussicht gestellt habe.

Dem Sport ein Stück Zukunft geebnet

Bürgermeister Peter Köstler stellte fest, dass die sportliche Infrastruktur in Gräfelfing derzeit insgesamt verstärkt werde: Die Vorarbeiten für die neue Schwimm- und Dreifeldsporthalle hätten gerade begonnen, und beim TSV Gräfelfing seien der Bau des neuen Kunstrasen-Kleinfelds und die Sanierung des Großfelds für insgesamt rund eine Million Euro abgeschlossen. Peter Köstler: „Dem Sport ist in Gräfelfing wieder einmal ein gutes Stück Zukunft geebnet.“

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