Für einige Würmtal Kinder und Jugendliche heißt es jetzt wieder Distanzunterricht.
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Für einige Würmtal Kinder und Jugendliche heißt es jetzt wieder Distanzunterricht.

Vor allem Gräfelfing ist von Corona-Fällen in Altenheimen und Schulen betroffen

Etliche Klassen in Quarantäne

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Drei Altenheime melden Corona-Fälle. Zahlreiche Schüler sind seit heute in Quarantäne. Vor allem Gräfelfing ist betroffen.

Würmtal – Schon wieder geht eine Klasse in Quarantäne. Als die Siebtklässler des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums (FLG) am Montagmorgen in die Schule kamen, durften sie gleich wieder nach Hause gehen, berichtet Schulleiter Matthias Spohrer. Er habe sie in Quarantäne geschickt, sobald er das positive Testergebnis einer Person mitgeteilt bekommen habe. Seine Kollegin vom Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium (KHG), Anita Groß, schickte am selben Tag gleich zwei Klassen nach Hause. „Bis vor einer Woche hatten wir keinen einzigen infizierten Schüler, jetzt sind es plötzlich fünf“, sagt sie. Damit werden bei ihr gleich fünf komplette Klassen auf Distanz unterrichtet, zwei sechste, eine siebte, eine achte und eine neunte. Dazu noch einzelne Schüler. Wichtig ist Groß: „Es hat sich kein einziges Kind in der Schule angesteckt. Das spricht wieder dafür, dass die Schule der sicherste Aufenthaltsort ist.“

Wie am KHG ist auch am FLG nicht nur eine Klasse betroffen. Die eingangs erwähnten Siebtklässler teilen ihr Schicksal mit der kompletten Q12. An der Gräfelfinger Grundschule ist aktuell eine vierte Klasse in Quarantäne und mit ihr Gruppen in Hort und Nachmittagsbetreuung.

Es trifft nicht nur die Jungen

Auch kleine Kinder bleiben nicht verschont. In Neuried und Planegg ist jeweils eine Kinderbetreuungseinrichtung in Quarantäne. Doch es trifft nicht nur die Jungen. Das Gräfelfinger Alten- und Pflegeheim Rudolf- und Maria-Gunst-Haus hatte jüngst mit dem Coronavirus infizierte Bewohner und aktuell eine positiv getestete Mitarbeiterin; im Caritas-Altenheim St. Gisela in Gräfelfing sind zwei positiv getestete Mitarbeiter in Quarantäne. Für das Kraillinger Caritas-Altenheim Maria Eich meldet die Sprecherin der Caritas, Manuela Dillmeier, eine positiv getestete Bewohnerin.

Die Schulen im Würmtal haben mittlerweile Übung, was die Lehre unter Quarantänebedingungen angeht. Spohrer sagt, die erwähnte siebte Klasse, sei bereits sein fünfter Fall. „Kaum war letzte Woche die Fünfte wieder da, war kurz darauf die Zwölfte weg.“ Die Schüler würden online mit Aufgaben versorgt. Er selbst unterrichte die Q12 im Fach Informatik. Gestern habe er dies mittels Microsoft Teams getan. „Punkt acht Uhr waren alle da“, lobt er.

Auch die 30 Gräfelfinger Grundschüler in Quarantäne bekommen aktuell „Distanzunterricht mit täglichen Videoeinheiten mit den Lehrkräften“, so Rektorin Barbara Reif. „Am leichtesten ist es, wenn eine ganze Klasse weg ist“, meint Groß. Die einzelnen Schüler seien schwieriger mit Aufgaben zu versorgen. „Aber mit der Quarantäne Einzelner haben wir schon länger Erfahrung“.

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