Explosionsgefahr: Kurzschluss schlägt Gasleitung leck

Gauting - Ein gefährliche Kettenreaktion legte in der Nacht zum Donnerstag halb Gauting lahm: Nach einem Kurzschluss waren rund 1100 Haushalt ohne Strom, eine Gasleitung war leck.

Das Chaos begann um kurz nach 23 Uhr. Die Gautinger Feuerwehr, die gerade nach einer Übung noch zusammensaß, musste wegen einer durch einen Stromausfall gestörten Brandmeldeanlage ausrücken, dann zu noch einer. Polizeistreifen hatten alle Hände voll zu tun, losheulende Alarmanlagen in Banken, Supermärkten und Privathäusern zu untersuchen. Grund: Gegen 23.15 Uhr kam es in einer 20 000-Volt-Leitung an der Zugspitzstraße/Ecke Ammerseestraße zu einem Kurzschluss, durch den auch eine Gasleitung beschädigt wurde. Gautings Südosten sowie Buchendorf versanken im Dunkel. Drei Minuten später fielen nach Angaben von E.on-Sprecher Peter Wendler weitere zwölf Trafostation vermutlich infolge Überlastung aus – kein Strom mehr für den Gautinger Südwesten. Nach 1 Uhr hatten alle wieder Strom.

„Über die Ursachen des Kurzschlusses können wir nur spekulieren“, sagt Wendler. Möglicherweise war das Kabel schon vor Monaten beschädigt worden. Bettina Hess, Sprecherin des zuständigen Gasversorgers Stadtwerke München, weiß mehr: „Untersuchungen deuten auf eine leichte Beschädigung des 20-kV-Mittelspannungskabels bei der Erstellung der Gas-Hausanschlussleitung hin.“ Das Gasleck nämlich war eigentlich viel gefährlicher.

Gegen 0.30 Uhr hatten Polizisten an der Ammerseestraße starken Gasgeruch festgestellt und die Feuerwehr gerufen. Kommandant Stefan Klaußner: „Es war eine enorme Konzentration“ – es bestand erhebliche Explosionsgefahr. Der Bereich vor dem Anwesen Zugspitzstraße 3 bis 5 wurde abgesperrt, zwölf Mann des Stadtwerke-Sicherheitsservice fanden in dem Morgenstunden das Leck und dichteten es ab. Die endgültige Reparatur erfolgte am Donnerstag.

Wie kann ein Kurzschluss eine Gasleitung zerstören? Bettina Hess: „Durch den Lichtbogen des Kurzschlusses wurde die kreuzende Gasleitung aus Kunststoff auf einer Größe von zirka 40 Millimeter ,aufgeschweißt ‘.“ Die Leitung sei bei Tests zuvor immer dicht gewesen.

Klaußner und rund 25 Kameraden waren gegen 6 Uhr wieder im Gerätehaus. Einige hatten zwölf Stunden in der Einsatzkleidung verbracht.

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