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Der Haderner Weg muss saniert werden, wenn der X910 vom Klinikum nach Neuried und weiter über Gauting (mit Stopps an Münchener Straße, Bahnhof, Ammerseestraße und Kliniken) nach Weßling fahren soll. 

Expresslinie nach Weßling

Bus bringt weniger Nutzen als erhofft

Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel hatte große Hoffnungen in die neue Linie X910 gelegt. Doch je näher die Einführung des Expressbusses vom Klinikum Großhadern nach Weßling rückt, umso skeptischer ist er.

Würmtal – Auch in Gauting, wo in dieser Woche die Kostenbeteiligung von jährlich 35 000 Euro für den Betrieb genehmigt wurde, hatten sich manche Gemeinderäte mehr von der Schnellverbindung erwartet.

Die Buslinie soll, wie es derzeit den Anschein hat, schon ab Dezember 2017 vor allem mehrere Gewerbegebiete verbinden und an das Münchner U-Bahn-Netz anbinden. Und das auf möglichst kurzer Route und mit wenigen Haltepunkten, um eine möglichst kurze Fahrzeit zu ermöglichen. Kurze Umlaufzeiten ermöglichen zudem auch einen Linienbetrieb mit weniger Fahrzeugen, was die Kosten senkt.

Für Neuried, wo nach derzeitigem Planungsstand tagsüber und im Stundetakt das Rathaus angefahren werden soll, würden keine Kosten anfallen, die Linie ist ein Projekt des Landkreises Starnberg, der sie mit den angefahrenen Kommunen auf seinem Gebiet abrechnet. Doch mit dem X910 wie ursprünglich erhofft auch noch 120 000 Euro im Jahr zu sparen, weil die bisher einzige Busverbindung nach Großhadern überflüssig würde, wird wohl so schnell nicht klappen. Denn, so Zipfel, „der X910“ wird ja erst mal im Probetrieb fahren“. Ob sich die Linie etabliere, wisse man nicht rechtzeitig. Schon 2019 müsse entschieden werden, ob die Linie 269 von Neuried zum Klinikum über 2021 hinaus betrieben werden soll.

Auch, dass die geplante Linienführung zeitlich knapp kalkuliert ist, macht die Sache für Neuried nicht billiger. Bei einer ersten Probefahrt wurde die veranschlagte Fahrzeit von Großhadern nach Weßling um fünf Minuten überschritten, zu einer Zeit, „zu der nicht viel Verkehr war“, wie Zipfel sagt. Eine alternative Routenführung, die eine teure Sanierung des für schwere Busse derzeit eigentlich nicht geeigneten Haderner Wegs überflüssig machen und Neuried sogar einen zweiten Haltepunkt näher am Hettlage-Areal bescheren könnte, scheint damit unwahrscheinlich. Zudem musste man ein tagsüber geltendes Parkverbot am Ortseingang verhängen, damit der Bus nicht auf eine Lücke im Gegenverkehr warten muss. Die parkenden Autos hatten auf dem Haderner Weg bisher auch als Bremse für Raser gedient.

Im Gautinger Gemeinderat störte man sich vor allem daran, dass Unterbrunn nicht angefahren wird. „Ich bin enttäuscht, das ist sehr bedauerlich“, bemängelte Angelika Högner (CSU). Ariane Eiglsperger (parteilos) äußerte sich ähnlich. Sie hätte den Endhalt auch lieber an der U 3 in Fürstenried West gesehen, wo die Pendlerparkplätze bereits oft ausgelastet seien.

cc/sr

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