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Als ehrenamtlicher Fahrer für ältere Leute unterwegs ist auch Karl Heinz Ising aus Krailling.

Ehrenamtliche gesucht

Fahrdienst für Senioren

Der ehrenamtliche Fahrdienst des Pfarrverbands St. Elisabeth für Senioren ist ein voller Erfolg. Alleine im Februar gab es 62 Fahr-Einsätze, also mehr als zwei pro Tag. Die Organisatoren suchen daher weitere ehrenamtliche Fahrer – Voraussetzungen gibt es nur wenige.

Würmtal– Ein Arztbesuch, Behördentermine, Einkäufe – für Senioren, die nur noch schlecht zu Fuß sind, werden oft schon kleine Wege zur großen Belastung. Da man für die kurzen Distanzen schlecht Taxis bekommt, startete der Pfarrverband in Kooperation mit der Kraillinger Charlotte- und Hermann-Schober-Stiftung, dem Arbeitskreis „Fahrdienste“ und Vertretern der Gemeinden Planegg und Krailling im Mai 2016 einen ehrenamtlichen Fahrdienst. Senioren aus Planegg, Krailling und Stockdorf können seitdem nach Anmeldung unter Telefon 96 08 66 78 den Dienst für Fahrten in etwa drei Kilometer Umkreis buchen. Nur manchmal gibt es etwas längere Fahrten, etwa nach Großhadern, „denn wir wollen ja den Taxis keine Konkurrenz machen“, sagt die Kraillinger Seniorenbeauftragte Eleonore Zwißler. „Der Dienst ist stark frequentiert. Allein 2018 hatten wir 447 Einsätze“, erzählt Zwißler, Im Monat Februar 2019 waren es 62 Fahrten. Ein Beleg dafür, wie groß der Bedarf der Senioren in Planegg, Krailling und Stockdorf ist.

Anneliese Gaupp und Erika Raab koordinieren montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer die Einsätze. Rund 25 Fahrer stehen im Pool des Dienstes prinzipiell zur Verfügung. „Wir wollen aber niemanden über die Maßen belasten und zu oft anfragen, daher suchen wir laufend neue Fahrer“, sagt Eleonore Zwißler. Als Voraussetzung müssen Interessenten nur einen Führerschein sowie möglichst ein Auto, in dem ein Rollator Platz hat, besitzen. Als Aufwandsentschädigung und Ersatz für die Benzinkosten bekommen die Ehrenamtlichen pro Fahrt einige Euro, außerdem pro Jahr wenigstens ein gemeinsames Treffen mit Essen, bald wahrscheinlich zwei Treffen.

Die 25 schon jetzt tätigen Fahrer sind „mehr Männer als Frauen, die meisten selbst im Rentenalter, die gerne helfen“, erzählt Zwißler. „Für sie ist die Hilfe auch gar keine Belastung, da sie es gerne machen und immer viel Dankbarkeit und äußerst positive Reaktionen von den Senioren zurück bekommen.“

Jeder Interessent bekommt eine kurze Einführung und kann angeben, an welchen Tagen er oder sie fahren kann. Die Fahrer können jederzeit Touren ablehnen, wenn sie nicht in ihren Tagesablauf passen. Interessenten, die als Fahrer helfen wollen, werden gebeten, sich in der Fahrdienst-Zentrale unter Telefon 96 08 66 78 oder bei Eleonore Zwißler (Telefon 857 12 88) zu melden.

Peter Seybold

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