Fahrplanänderung: Ausbau der Linie 265

Gräfelfing - Eine zusätzliche Haltestelle in Gräfelfing und Fahrten bis Martinsried: Die Buslinie 265, die Planegg und Gräfelfing mit dem Pasinger Bahnhof verbindet, wird ausgebaut.

Nachdem der Ausbau Richtung Martinsried bereits im Planegger Gemeinderat abgesegnet worden war, votierten am Dienstag die Gräfelfinger Räte für einen Ausbau auf Gräfelfinger Flur und zusätzliche Haltestellen Richtung Pasing. Umgesetzt werden soll der Ausbau, bevor im Dezember 2012 der neue Fahrplan in Kraft tritt. Der Ausbau beinhaltet drei wesentliche Punkte: Zum einen wird die Linie 265 künftig in den Stoßzeiten Martinsried anfahren. Verstärkerbusse, die zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 18 Uhr bisher an der Haltestelle Finkenstraße endeten, fahren künftig bis Martinsried und wenden dort. Zum anderen wird sich in Gräfelfing die Linienführung im Gewerbegebiet ändern. Die Haltestelle an der Seeholzenstraße, die provisorisch eingerichtet wurde, soll fester Bestandteil des Fahrplans werden. Zusätzlich wird eine neue Haltestelle am Haag eingerichtet, um das dort ansässige Gewerbe anzubinden. Außerdem soll der Bus an fünf bestehenden Haltestellen Richtung Pasinger Bahnhof halten, die bis dato nicht angefahren werden.

Bisher verkehrte der Regionalbus ohne Stopp zwischen Lochham und Pasing mit dem Argument, Zeit zu sparen. Bedenken, die Fahrzeit werde sich aufgrund der zusätzlichen Stops erhöhen, entkräftete Bürgermeister Christoph Göbel am Dienstag mit Verweis auf die Linie 161. Der Stadtbus, der parallel zur Linie 265 verkehrt, fährt zwischen dem Pasinger Bahnhof und der Heitmeiersiedlung die Haltestellen Bäckerstraße, Pasing Marienplatz, Engelbertstraße, Planegger Straße und Kraillinger Weg an. „Die Fahrzeit ist trotzdem fast identisch, weil der Verkehr Zeit kostet, nicht die kurzen Haltezeiten“, so Göbel.

Die Kosten für den Ausbau, die sich jährlich auf 100 000 Euro belaufen, wollen sich Planegg und Gräfelfing teilen. Zudem sei im Gespräch, ob die Stadt München einen Teil der Kosten übernehme, so Göbel. Schließlich profitieren auch Münchner von dem Ausbau. Während der Erprobungsphase über vier Jahre tragen die Gemeinden die Kosten. Trägt sich die Finanzierung des Ausbaus, übernimmt dann der Landkreis München die Kosten.

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