Seit Montag entfernen Arbeiter in der Grundschule Martinsried Teile der maroden Fassade. Die fehlerhafte Konstruktion hatte zu einer erhöhten Formaldehyd-Konzentration in den Klassenzimmern geführt. foto: jürgen sauer

Fehlerhafte Fassade: Grundschule Martinsried wird saniert

Planegg - Mehrfach hat sich der Baubeginn verzögert. Am Montag kreischte in der Grundschule Martinsried endlich die erste Kreissäge.

Die Sanierung der Grundschule Martinsried hat begonnen. Bauarbeiter werden in den kommenden Monaten die Fassade vollständig abtragen und durch eine neue Konstruktion ersetzen. Anlass für die zwei Millionen Euro teure Maßnahme waren erhöhte Werte des krebserregenden Gases Formaldehyd. Diese waren in den Klassenzimmern festgestellt worden. Das Gas hatte sich aufgrund einer fehlerhaften Fassaden-Konstruktion und Bauausführung gebildet. Zwar lagen die Werte unter dem Grenzwert, der Gemeinderat entschloss sich aber dennoch im vergangenen Jahr dazu, die marode Fassade auszutauschen. Kostenpunkt: rund 1,8 Millionen Euro.

„Ich bin froh, dass es jetzt losgeht“, sagte Planeggs Bürgermeisterin Annemarie Detsch am Mittwoch, und auch Brita Bach, Vertreterin der Elternschaft, zeigte sich gelöst: „Anfangs waren wir unsicher, aber jetzt ist die Kommunikation mit dem Rathaus gut und wir fühlen uns bestens informiert.“

Um den Schulbetrieb nicht zu stören, werden lärmintensive Arbeiten erst nach 13 Uhr stattfinden. Rektorin Margit Baran-Lander lobte die Zusammenarbeit mit Architekt Jürgen Gollwitzer und seinem Team. Die Arbeiten hätten „punktgenau“ begonnen und seien perfekt geplant. Zwei von acht Klassen müssen während der Bauphase immer wieder evakuiert werden. Der PC-Raum und der Mehrzweckraum dienen als Ausweich-Klassenzimmer. Die 160 Mädchen und Buben indes stören sich an der Bautätigkeit nicht. Im Gegenteil. „Sie sind ausgesprochen interessiert“, erzählt Margit Baran-Lander. Wenn möglich, werden praktische Fragen zur Baustelle gleich in den Unterricht integriert. Die Aufmerksamkeit der Schüler ist dabei gewiss. Bis zu den Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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