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Winnetous Grabstein ist eines Häuptlings würdig: Witwe Hella Brice wählte den sieben Tonnen schweren Felsbrocken für das Grab ihres Mannes Pierre Brice am Gräfelfinger Friedhof persönlich aus.

Friedhof Gräfelfing

Winnetous Grabstein eines Häuptlings würdig

Gräfelfing - Ein majestätischer Felsbrocken schmückt nun das Grab von Winnetou-Darsteller Pierre Brice auf dem Gräfelfinger Friedhof. Witwe Hella Brice ist mit ihrer Wahl glücklich.

Ganz verwinkelt und versteckt, schützend umgeben von einer großen Hecke und hohen Bäumen hat der große Häuptling auf dem Gräfelfinger Friedhof seine ewige Ruhe gefunden. Sechzehn Monate ist es jetzt her, dass der französische Schauspieler Pierre Brice im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben ist. Seitdem ist sein Grab in Gräfelfing zu einer Pilgerstätte für Fans geworden. Nur ein schlichtes Holzkreuz verriet indes bislang, dass der berühmte Winnetou-Darsteller hier begraben liegt, unter dem aus Blumen dekorierten Lothringer Kreuz, das Pierre Zeit seines Lebens als Halskette trug.

Doch nun thront ein majestätischer Felsen an Winnetous Grab. „Ich hatte meine ganz besondere Vorstellung“, erklärt Hella Brice (67). „Ich wünschte mir, dass Pierres Portrait als Winnetou mit seinem berühmten Blick in die Ferne in den Stein gemeißelt wird. Doch keinem Steinmetz gelang es, diesen einzigartigen Ausdruck so umzusetzen, wie ich ihn vor mir sah.“

Freunde machten sie dann auf den Steinbruch Swietelsky in Ebersberg aufmerksam. „Dort gibt es die schönsten Felsen“, schwärmt Hella. Und hier hat sie denjenigen gefunden, der wie für das Grab ihres Mannes vorhergesehen schien. Er könnte sowohl von der wilden bretonischen Küste stammen, an der Pierre geboren wurde, als auch aus der kargen Felslandschaft Kroatiens, in der vor 50 Jahren die Winnetou-Filme entstanden. „Alle Farben glitzern in ihm, als seien alle Rassen der Welt in ihm vereint – das hätte meinem Mann gefallen“, ist sie sich sicher.

Sieben Tonnen wiegt der Fels. Um ihn zum Steingrab zu kriegen, war ein großer Schmidbauer-Autokran nötig. Doch jetzt steht er: erhaben und durch seine naturbelassene Schlichtheit demütig zugleich. „Ganz so, wie Pierre es war“, sagt Hella Brice leise und fasst sich an seine Kette mit dem Lothringer Kreuz, die sie seit seinem Tod zum Gedenken trägt.

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