Feodor-Lynen-Gymnasium: Schüler fürchten um ihre Gesundheit

Planegg - Schüler am Feodor-Lynen-Gymnasium klagen über Reizhusten und tränende Augen. Im Lehrerzimmer sind Schadstoffe seit Monaten nachgewiesen. Jetzt werden Klassenzimmer untersucht.

Am Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg häufen sich Meldungen über gesundheitliche Beschwerden. Nachdem schon im letzten Sommer Klagen über schlechte Luft und Kopfschmerzen bei längerem Aufenthalt im Lehrerzimmer laut geworden waren (wir berichteten), meldeten in den letzten Tagen nun auch Schüler, dass sie vermehrt unter gesundheitlichen Problemen litten. „Seit etwas mehr als einem Jahr leide ich an einem Reizhusten“, sagt ein Schüler der zehnten Klasse. „Einer meiner Klassenkameraden braucht seit kurzem ein Asthma-Spray. Ein anderer sagt, ihm tränen die Augen, wenn er das Klassenzimmer betritt.“

Durch die Beschwerden der Lehrer war der Verdacht aufgekommen, dass in Folge der erst wenige Jahre zurückliegenden Sanierungsarbeiten gesundheitsschädliche Stoffe in Teilen des Gebäudes freigesetzt wurden. Der kommunale Zweckverband für das Gymnasium ließ das Haus deshalb in den Sommerferien untersuchen. Ein Schimmelspürhund schlug in mehreren Räumen an. Näher untersucht wurde aber nur das Lehrerzimmer. Dort seien „Auffälligkeiten“ festgestellt worden, sagt Stefan Schaudig, Leiter des Zweckverbands. Grenzwertüberschreitungen habe es nicht gegeben. Unter den gefundenen Stoffen seien Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe und Schimmelsporen. Als Quellen kommen diverse Baustoffe, Lösungsmittel, Teppiche und Staunässe in Frage. Genaue Angaben zu den gefundenen Stoffen und Werten will der Zweckverband, der die Resultate seit dem Spätherbst kennt, nicht machen. Die Ursachen seien noch nicht bekannt.

Die Untersuchung weiterer Räume habe man zunächst nicht für „prioritär notwendig“ gehalten, erklärte Bürgermeisterin Annemarie Detsch am Donnerstag im Gemeinderat. Schließlich habe es keine weiteren Beschwerden gegeben. Man habe die Schüler aber auch nicht befragt, so Schaudig auf Anfrage unserer Zeitung.

Schüler schildern, dass sie bisher kaum über die Schimmelproblematik informiert worden seien. Erst als in der vergangenen Woche hinter einer Pinnwand in einem Unterrichtsraum Schimmel entdeckt wurde, habe man über das Thema gesprochen, sagt einer von ihnen. Seitdem bringen Schüler die in den vergangenen Monaten aufgetretenen Gesundheitsprobleme mit der Schule in Verbindung.

In der kommenden Woche sollen mehrere Klassenräume untersucht werden. Derweil werden sie weiter genutzt.

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