Ferienkalender spielt keine Rolle mehr

- KHG-Lehrer Wolff und Berger gehen

VON NADINE MAFKE Gräfelfing - Sie sind nicht nur gleich alt, sondern haben auch dieselben Wünsche: Manfred Berger und Gunter Wolff, beide 61, wollen sich in Zukunft mehr Ruhe gönnen, viel reisen und sich vor allem intensiver ihrer Leidenschaft, der Kunst, widmen. Und das haben sie sich verdient: Denn nach langjähriger Tätigkeit als Lehrer am Kurt-Huber-Gymnasium treten beide aus dem Schulleben aus. Heute, nach ihrem letzten Schultag, werden sie offiziell verabschiedet.

Manfred Berger war 20 Jahre als Kunst- und Spanischlehrer am KHG tätig und hat in diesen Jahren auch einige Leistungskurse unterrichtet. In der letzten Zeit waren es jedoch überwiegend die Schüler der Unterstufe, denen er erfolgreich sein Kunstwissen vermitteln konnte. Gunter Wolff war dem KHG stolze 41 Jahre treu, davon 32 Jahre als Englisch- und Geschichtslehrer - und neun Jahre als Schüler.

Beide haben sich sehr wohl gefühlt am KHG, haben ihren Job gerne gemacht und können im Großen und Ganzen auf eine schöne und ereignisreiche Zeit zurückblicken, obwohl es nicht immer einfach war. "Vor allem die Kleinen waren teilweise anstrengend, aber auch wahnsinnig liebenswert, denn man gibt nicht nur, sondern man bekommt auch sehr viel von den Schülern zurück", so Berger.

Von nun an wird sich im Leben der beiden Einiges ändern, vor allem aber wird mehr Ruhe einkehren. "Ich werde es genießen, in der Früh aufzustehen, in Ruhe Kaffee zu trinken und Zeitung zu lesen", freut sich Berger. Auch Wolff ist froh, in Zukunft seinem einzigen Feind, dem Wecker, nicht mehr begegnen zu müssen. Er hat für Februar gemeinsam mit seiner Frau eine Reise nach Indien geplant. "Jetzt sind wir auch zum Glück nicht mehr auf die Ferienzeit angewiesen", meint er lachend. Neben dem Reisen wollen sich Beide auch noch mehr und intensiver mit einem ihrer größten Hobbys, der Kunst, beschäftigen. Wolff, der derzeit einige seiner Werke im Bürgerhaus ausstellt, hat noch weitere Ausstellungen geplant.

Auch wenn der Abschied schwer fällt, und anfangs etwas fehlen wird, freuen sich doch beide auf einen neuen Lebensabschnitt.

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