Dreharbeiten für die Serie „K 11 - Kommissare im Einsatz“: Im Planegger Holz wird die Festnahme eines Verdächtigen gefilmt. Mit am Set sind (v.l.) Terrence Huth (Kamera), Angelique Kutzner als Annabell, Jonas Rohrmann als Kommissar Robert Ritter, Alexandra Rietz als Kommissarin sowie die Polizisten Andreas Binner und René Payard, die gerade den Täter Stefan Pollak alias Olaf Weiss in Gewahrsam nehmen. foto: rutt

Festnahme im Planegger Holz

Planegg - "Bleiben Sie stehen, ich bin von der Kriminalpolizei und will Ihnen helfen." Wer am Mittwoch durch den Wald bei Maria Eich spazierte, war plötzlich mitten in einem Kriminalfilm.

Für eine Folge der Sat.1-Serie „K 11 - Kommissare im Einsatz“ hatten die Regisseure ein tief verschneites Waldstück nur wenige hundert Meter hinter Maria Eich ausgewählt und rückten mit einem 15-köpfigen Team an. Da, wo sonst nur ein paar Spaziergänger mit ihren Hunden Gassi gehen, wimmelte es plötzlich von Kameraleuten, Assistenten, Kabelträgern und sonstigen Gehilfen. „Wir sind für solche Außen-Drehs mit einem ganzen Team unterwegs“, erklärte Ann-Cathrin Burger, die als organisatorische Leiterin für die inhaltliche Umsetzung zuständig ist.

Natürlich erschwerten Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, wie sie die Fernseh-Mannschaft am Mittwoch in Krailling vorfand, die Dreharbeiten ganz schön. Das traf vor allem Schauspielerin Angelique Kutzner, die in Seiden-Strumpfhosen und kurzem Rock eine eher zufällig in den Wald geratene junge Frau darstellt und am Ende ihre Zehen beinahe nicht mehr spürte. Gut lachen hatte da Kommissarin Alexandra Rietz, eine ehemalige Kripo-Beamtin, die sich in der Doku-Soap selbst darstellt. Eingehüllt in Pelzjacke und Winterstiefel konnte sie gut geschützt gegen die Kälte auf Verbrecherjagd gehen. Und musste stramm stehen, wenn Regisseur Andreas Ruhmland und Aufnahmeleiter Klaus Kather zum Dreh riefen.

„Sind alle Handys aus? Geht hinter diese Linie und macht möglichst wenig Fußstapfen in den Schnee“, erklangen die strengen Anweisungen durch den Wald. „Im besten Fall drehen wir jede Szene zwei- bis dreimal“, erklärte Terence Huth, der gemeinsam mit Peter Berka hinter den beiden Kameras steht. Wenn die Schauspieler ihre Texte können, wenn die Bildqualität stimmt und auch sonst alles passt, dann ist so eine Szene verblüffend schnell im Kasten. Hinterher allerdings seien die Kollegen im Schneideraum noch gefragt, so Huth, wo dann die Cutter im Sender das Material bearbeiten.

Bei diesen Witterungsverhältnissen seien übrigens auch die Kameraleute sehr gefordert, denn Schnee und dunkle Kleidung bewirken starke Lichtkontraste. „Am schlimmsten ist aber Regen“, sagt Terence Huth, da müsse ständig das Objektiv von einfallenden Tropfen befreit werden.

Und dass so ein Außendreh nicht nur Stress und Frieren bedeutet, zeigte das Team kurz darauf ganz deutlich. „Passt auf die Kamera auf“, war die kurze Warnung, bevor eine Schneelawine von einer der hohen Tannen ein paar Crewmitglieder unter sich begrub. Da war dann wieder Romy Krause gefragt, die bei Sat.1 als Maskenbildnerin arbeitet. Die gelernte Kosmetikerin und Friseurin sorgt dafür, dass ihre schauspielernden Kollegen stets richtig geschminkt sind und auch die Frisur passt. Und wenn dann Schwerverletzte oder gar eine Leiche ins Spiel kommen, ist Krause ebenfalls an der Reihe, denn auch hier gilt es, mit Schminke für echtes Aussehen zu sorgen.

Kollegin Teresa Walter dagegen hat immer eine große Tasche mit diversen Utensilien dabei, schließlich ist sie für die Requisiten zuständig. In diesem Fall sind das hauptsächlich Waffen und Handfesseln, aber auch mal eine „Requisiten-Zigarette“ für den Kameramann.

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