Feuerwehr-Kommandanten verärgert

Würmtal - Die Würmtal-Feuerwehren müssen vorerst ohne Kreisbrandmeister auskommen. Kreisbrandrat Vielhuber zögert die Neubesetzung hinaus.

Die Würmtal-Feuerwehren rätseln über die Nachfolge von Kreisbrandmeister Wolfgang Summer. Der ehemalige Gräfelfinger Kommandant schied am vergangenen Wochenende altersbedingt aus dem Amt (wir berichteten). Er war für die Koordinierung der Wehren des Abschnittes 7 im Landkreis München verantwortlich, also Gräfelfing, Neuried und Planegg. Die Kommandanten der drei Ortsfeuerwehren sind verstimmt, weil noch kein Nachfolger gefunden ist. „Summers Abschied war schließlich abzusehen“, sagt der Gräfelfinger Kommandant Markus Fuchs. Er sei ahnungslos, wen Kreisbrandrat Josef Vielhuber zum neuen Abschnittskreisbrandmeister ernennen könnte.

Für den Notfall ist die noch ausstehende Neubesetzung zwar kein Problem, sagen die Kommandanten übereinstimmend. Selbst größere Einsätze ließen sich nach wie vor gut koordinieren. Zudem greift derzeit dauerhaft der Vertretungsplan, nachdem der Gräfelfinger Eric Bayer, Kreisbrandmeister für Sonderaufgaben, in die Verantwortung für den Abschnitt 7 rückt.

Doch die Besetzung ist auch ein feuerwehrinternes Politikum, und die mangelnde Kommunikation nährt offenbar Spekulationen. Fuchs sagt: „Ich fand es bisher eine gute Lösung: Planegg stellt mit Walter Probst den Kreisbrandinspektor West, wir den Kreisbrandmeister für unseren Abschnitt.“ Gerne würde er wieder einen Gräfelfinger in dem Amt sehen. Man habe auch zwei oder drei geeignete Kandidaten. Er habe schon länger versucht, diesbezüglich Gespräche mit Vielhuber zu führen, allerdings vergeblich. Auch Summer hatte bei seinem Ausscheiden bedauert, dass er ohne Nachfolger aus dem Amt gehe. Er habe schon vor längerer Zeit selbst einen Vorschlag für seine Nachfolge gemacht, aber keine Reaktion erhalten.

Aus Planegg und Neuried heißt es ebenfalls, dass man noch keine neue Informationen habe. „Ich weiß nichts“, sagt der Neurieder Kommandant Jürgen Kral. „Aus Neuried gibt es keinen, der es machen will.“

Vielhuber selbst sagt, er habe bereits einen Favoriten und wolle ihn noch in diesem Monat ernennen. Neben Summer habe auch einer seiner seiner Kreisbrandinspektoren einen Vorschlag für einen Nachfolger gemacht.

Sollte Walter Probst einen Kandidaten aus Planegg ins Gespräch gebracht haben, müsste Vielhuber auch abwägen, wie wichtig für ihn die Beibehaltung der paritätischen Ämterteilung zwischen Gräfelfing und Planegg ist. Hier ließe sich eine mögliche Erklärung für sein verhaltenes Vorgehen finden.

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