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Die Jüngste und einer der Älteren bei der Feuerwehr Gräfelfing: Gerhard Fuchs repräsentiert umfangreiche Erfahrung, die nach den Plänen der Staatsregierung demnächst bis 65 Jahre zum Einsatz kommen soll, Lara Fuchs die erfreulich starke Nachwuchs-Abteilung der freiwilligen Wehr. foto: dagmar rutt

Feuerwehrleute demnächst bis 65 Jahre aktiv

Höhere Altersgrenze freut die Helfer

Würmtal - Die Staatsregierung will die Altersgrenze für den aktiven Feuerwehrdienst von 63 auf 65 Jahre anheben. Die Feuerwehren im Würmtal reagieren auf dieses Vorhaben positiv.

Bislang mussten Feuerwehrleute mit 63 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Selbst dann, wenn sie sich gerne noch länger engagiert hätten und dazu auch körperlich in der Lage gewesen wären. Das könnte sich bald ändern. Denn das bayerische Kabinett hat beschlossen, das Höchstalter auf 65 Jahre anzuheben.

„Ich fände es gut, wenn die Altersgrenze angepasst wird“, sagt Thomas Hickel von der Freiwilligen Feuerwehr Gräfelfing. Es hätten schon einige Mitglieder unfreiwillig Abschied nehmen müssen, weil es das Gesetz vorgeschrieben habe. Auch der Kreisbrandmeister habe deswegen aufhören müssen. „Man muss jetzt nicht unbedingt einen 65-Jährigen mit Atemschutz in ein brennendes Haus schicken“, so Hickel. Aber es gebe genügend Arbeiten im Hintergrund, die ein älterer Kollege übernehmen könnte. Sei es das Bedienen des Funkgeräts oder die Sicherung des Straßenverkehrs. Diese Aufgaben seien nicht anstrengend, würden aber trotzdem einiges an Erfahrung fordern.

Bei der Gräfelfinger Feuerwehr gibt es einige, die fast oder über 60 Jahre alt sind. „Heutzutage müssen die Leute nicht nur länger arbeiten, sondern bleiben auch länger fit“, sagt Thomas Hickel. Deshalb sei es eigentlich nur logisch, die Altersgrenze bei den Feuerwehren anzuheben. Ganz darauf zu verzichten sei aber nicht sinnvoll. Vor allem in Fällen, in denen der Kamerad nicht ganz einsehen will, dass er nicht mehr für den aktiven Feuerwehrdienst geeignet ist. Hickel: „Dann ist es leichter, wenn man auf das Gesetz verweisen kann.“

Laut Martin Heizer, Kommandant der Planegger Feuerwehr, würden die älteren Kollegen schwere Aufgaben ohnehin oft den jüngeren Kameraden überlassen. Und das, obwohl beispielsweise das Tragen eines Atemschutzes bis zur Altersgrenze erlaubt ist. Voraussetzung dafür ist, dass die Feuerwehrler ab ihrem 50. Geburtstag jährlich ihre Gesundheit untersuchen lassen. Auch Jüngere müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, allerdings nur alle drei Jahre.

Martin Heizer sieht es als Vorteil, wenn Feuerwehr-Kameraden länger im Dienst bleiben könnten. Wobei man die Suche nach Nachwuchs deshalb nicht vernachlässigen dürfe. Dass es eine Obergrenze gibt, hält er aber grundsätzlich für sinnvoll. „Es kann nicht schaden, mal einen Generationenwechsel einzuleiten.“

Bei der Neurieder Feuerwehr wäre momentan kein Freiwilliger von der Änderung betroffen. „Der älteste Kamerad ist noch keine 60 Jahre“, sagt Kommandant Jürgen Kral. Einer Anhebung der Altersgrenze stehe er positiv gegenüber. „Warum sollte jemand aufhören müssen, der geistig und körperlich fit ist?“

Karin Priehler

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