Firma Glück: Kiesabbau in größerer Tiefe genehmigt

Würmtal - Die Gräfelfinger Firma Glück darf ihre Abbauquote im Würmtal erweitern. Jedoch nicht auf neuen Flächen, sondern in der Tiefe.

Einen entsprechenden Bescheid vom Landratsamt München brachte Bürgermeisterin Ilse Weiß im Neurieder Bau- zur Sprache. Auf Anfrage bestätigte das Landratsamt, einem entsprechenden Antrag des Unternehmens nachgekommen zu sei. „Ein diesbezüglicher Änderungsbescheid ist an die Firma Glück ergangen.“ Die Pressestelle teilte weiter mit, dass in einem bestimmten Teilbereich Bohrungen in einer Tiefe bis zu 15 Metern vorgenommen werden könnten. Dieser Ergänzung einer bereits erteilten Genehmigung liege auch eine hydrologische Stellungnahme zugrunde. In der Regel dürfe Kiesabbau in diesem Abbaugebiet die Marke von elf Metern nicht überschreiten. In einem anderen Teilabschnitt habe man aber bereits in den 90-er Jahren punktuell bis zu 14 Meter gestattet.

Wie der Geschäftsführer der Firma Glück, Markus Wahl, erklärte, sei das Unternehmen verpflichtet, einen Sicherheitsabstand von zwei Metern bis hin zu den Wasserschichten im Boden nicht zu unterschreiten, die im Volksmund als Grundwasser bezeichnet werden. Beim Abbaugebiet handle es sich um den südlichen Teil des Glück-Areals. „Davon ist es wieder nur ein kleiner Teilbereich“, erläuterte Wahl, „der ungefähr 800 Meter von der Ortsgrenze Planegg entfernt liegt“. In einem „halben Jahr“ seien die Kiesabbauarbeiten in diesen Tiefendimensionen abgeschlossen.

Mit den Anträgen der Firma Glück auf Ausweitung der bereits bestehenden Abbauflächen und den damit verbundenen Änderungen bei der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans habe der aktuelle Bescheid nichts zu tun, so Markus Wahl.

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