Zwei Neue in der Mitte: Der Vorstand der Freien Wähler-Dynamischen mit (v.li.) Kassier Egon Ziegler, dem neuen Vorsitzenden Florian Zeller, seinem ebenfalls frisch gewählten Vize Christoph Loewenfeld sowie Schriftführerin Rosemarie Richardt. Foto: dagmar rutt

Florian Zeller neuer FWD-Vorsitzender

Planegg - Nach fünf Jahren als Vorsitzende des Vereins Freie Wähler-Dynamische Planegg hat Jutta Nehls ihr Amt am Dienstag wie angekündigt an Florian Zeller übergeben.

Florian Zeller wurde auf der Jahreshauptversammlung ohne Gegenstimme zu Nehls Nachfolger gewählt. Politisch ist der 56-Jährige bisher kaum in Erscheinung getreten, war bereits seit einiger Zeit Mitglied der FWD und hat zuletzt deren Internetseite betreut. „Jutta Nehls meinte, obwohl ich ein Politik-Neuling bin und sicher meine Lehrzeit brauche, könnte ich das meistern“, sagte Zeller. Und trat direkt mit einer selbstbewussten Forderung auf: Es sei jetzt nötig, dass die FWD trotz aller gewünschten Vielfalt der Meinungen nach außen hin wieder geschlossener auftreten. Man müsse „das Profil klarer darstellen“.

Zu seinen politischen Zielen erklärte Zeller mit Blick auf die alternde Bevölkerung das Bemühen um neue Wohnformen und flexible Betreuungsmodelle. Hier werde der Bedarf auch in Planegg bald das Angebot übersteigen. Gleichzeitig wolle er versuchen, mehr jüngere Menschen für ein politisches Engagement zu gewinnen.

Mit Zeller wurde auch ein neuer Stellvertreter gewählt. Gemeinderätin Gabriele Fink wollte den Posten aufgrund einer „Häufung von Ehrenämtern“ nicht länger ausüben. Christoph Löwenfeld wird ihr Nachfolger. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Weil es die letzte Jahreshauptversammlung vor den Kommunalwahlen 2014 war, zogen die FWD auch Bilanz über die laufende Wahlperiode und zeigten sich zufrieden mit ihrer Arbeit. Bei der Ortsmitteplanung habe man eine entscheidende Rolle gespielt und sei jetzt mit den Ergebnissen ganz zufrieden, sagte Gemeinderat Max-Gum Bauer. Auch Planeggs 2. Bürgermeister Peter Heizer zeichnete ein positives Bild der politischen Arbeit der FWD. Nur bei der Seniorenpolitik hinke man noch hinterher. Auch bei der Geothermie seien die Ziele verfehlt worden. Doch das könne sich mit Blick auf die Probleme in Unterhaching noch als Segen erweisen.

Nehls Fazit fiel persönlicher aus. Sie erinnerte an den anfangs mühsamen Einigungsprozess von Freien Wählern und Dynamischen im Jahr 2008, mit dessen Ende ihre Amtszeit als Vorsitzende begann. Seitdem sei man mit drei Gemeinderäten als dirttstärkste politische Kraft fleißig und erfolgreich gewesen, so Nehls. Sie will sich künftig bei den Freien Wählern in ihrer neuen Heimat Puchheim engagieren. In Planegg bleibt sie vorerst Vorsitzende der Frauengruppe und wurde am Dienstag zum Ehrenmitglied ernannt.

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