Landgericht spricht Kohl eine Million Euro Schadenersatz zu

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Die Module stehen bereits, in Betrieb gehen sollen sie allerdings erst im Laufe des Septembers.

Fotovoltaikanlage auf Mehrzweckhalle errichtet

Grüner Strom für den Schulsport

Auf der Neurieder Mehrzweckhalle wird künftig Strom produziert: mittels von Bürgern erworbenen Fotovoltaik-Modulen. Bürgermeister Harald Zipfel sieht darin eine Win-win-Situation.

Die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Neurieder Mehrzweckhalle steht. Angeschlossen ist sie zwar noch nicht, doch der größte Teil der Vorarbeit ist geschafft. Und auch den Besitzer haben die Module bereits gewechselt. „Die Nachfrage ist hoch, es gibt sogar eine Warteliste“, berichtet Bürgermeister Harald Zipfel. Im Juni hatte die Bürgerenergiegenossenschaft (BENG), die die Anlage betreibt, die 62 Module zum Kauf gestellt. Über 40 Menschen seien alleine bei der Infoveranstaltung zugegen gewesen.

Auch Katharina Habersbrunner hat Positives zu berichten. „Die Interessensbekundungen waren höher als der Bedarf“, so die stellvertretende Vorsitzende der BENG. 1000 Euro musste jeder interessierte Neurieder Bürger für die Beteiligung hinlegen, wobei 100 davon als Beitrag für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft verwendet werden. „Alle Module sind verkauft. Bis Ende September werden wir die Geschäftsdetails abwickeln.“ Dann soll der Betrieb starten.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Fotovoltaik-Anlage bis dahin einsatzfähig ist. Doch da ist Habersbrunner zuversichtlich. „Für die technische Fertigstellung fehlt nur noch die Verlegung zum Zählerraum. Und das wird hoffentlich Ende dieser Woche passieren.“ Die Inbetriebnahme könne anschließend noch im September geschehen. „Es ist schon sehr realistisch, dass wir das einhalten.“

Die Anleger sollen also zügig etwas von ihrer Einzahlung haben. Etwa 2,5 Prozent Rendite ist hierbei realistisch, sagt Habersbrunner. Dies sei mittels dreier Kenngrößen im Vorfeld errechnet worden. Auf der einen Seite die gesamten Investitionskosten für die Anlage, die bei gut 60 000 Euro lägen. Auf der anderen Seite die Einnahmen von der Gemeinde, die den erzeugten Strom für den Betrieb der Mehrzweckhalle kauft, sowie die staatlich geregelte Einspeisevergütung. Diese greift für den überschüssig produzierten Strom, der in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Durchschnittlich zwölf Cent pro Kilowattstunde betrage die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Vergütung, so Habersbrunner. Von der Gemeinde erhalte die BENG 21,5 Cent für die Kilowattstunde. „Es sei denn, mehr als 55 Prozent des Stroms wird als Eigenbedarf für die Halle genutzt.“ Dann sinke der Preis auf 20,5 Cent. Auch Zipfel ist mit dieser Lösung zufrieden. „Es ist für uns nicht so teuer wie Ökostrom.“ Dieser liege bei 24 Cent. „Somit ist es eine Win-win-Situation“, so Neurieds Bürgermeister, der selbst ebenfalls einen Anteil an der Anlage erworben hat.

Gespeichert wird der „grüne Strom“ in der Mehrzweckhalle derzeit nicht. Das rentiert sich laut Zipfel nicht: „Wir haben abends ja keine Veranstaltungen. Da wäre die Anschaffung eines Speichers zu teuer, als dass es sich lohnen würde.“

Habersbrunner und die BENG wollen diesen Gedanken aber nicht ganz verwerfen: „Die Speicherung ist für uns der nächste Schritt.“ Doch sei dies nicht kurzfristig angedacht. „Wir werden die Entwicklung jetzt ein bis zwei Jahre beobachten und die Möglichkeit dann noch einmal prüfen“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Genossenschaft. „Die Wirtschaftlichkeit der Speicherung muss gegeben sein."

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