Ein Impfzentrum für Planegg

Frage der Erschließung

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
    schließen

Zwei Flächen sind als Standort für das in Planegg geplante Corona-Impfzentrum in der engeren Auswahl.

Planegg –In der letzten Woche des alten Jahres fand eine Ortsbegehung statt. Bürgermeister Hermann Nafziger sowie Vertreter von Bau- und Ordnungsamt schauten sich gemeinsam mit Mitarbeitern des Landratsamtes drei Grundstücke an, die ausreichend Platz bieten für die Container, in denen das winterfeste Impfzentrum unterkommen soll.

Eine Fläche aussortiert

„Eine Fläche haben wir aussortiert, weil sie von der Erschließung her schwierig zu verwirklichen ist“, so Nafziger im Merkur-Gespräch. Bei den beiden anderen seien das Bauamt und das Landratsamt gerade dabei, zu prüfen, wie es mit Wasser- und Stromanschluss steht. Ein fehlender Kanalanschluss sei kein Hindernis. „Da könnten wir uns mit einem Abwassertank behelfen“, so Nafziger.

Landratsamt will zügig für Container sorgen

„Wenn sich an einem der beiden Standorte herausstellt, dass er gut erschließbar ist, wird es ein Impfzentrum in Planegg geben“, sagt der Bürgermeister. Das Landratsamt habe zugesagt, in diesem Fall zügig für Container zu sorgen und diese aufzustellen. Seit bekannt wurde, dass Planegg Standort des vierten Impfzentrums im Landkreis München werden soll, „habe ich viel positive Resonanz bekommen. Ich bin von etlichen Leuten angesprochen worden, dass sie ein Impfzentrum in Planegg begrüßen würden“, so Nafziger.

Impfzentrum Unterschleißheim derzeit für das Würmtal zuständig

Aktuell stehen im Landkreis drei Impfzentren zu Verfügung: in Haar, Oberhaching und Unterschleißheim. Zuständig fürs Würmtal ist im Augenblick noch das vom BRK betriebene Impfzentrum auf dem Volksfestplatz in Unterschleißheim. Die Impfzentren sind seit Mitte Dezember betriebsbereit, Termine kann man dort jedoch noch nicht ausmachen. Es fehlt am Impfstoff. Mobile Impfteams versorgen zunächst Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen. Priorität haben außerdem Mitarbeiter und Kunden von ambulanten Pflegediensten sowie Krankenhauspersonal. In die erste Gruppe der zu Impfenden gehören auch alle Menschen ab 80 Jahre, im Landkreis rund 23 000 Personen. Nach Schätzung des Landratsamtes dürften die Impfzentren Mitte Januar mit Vergabe von Terminen an Über-80-Jährige beginnen, die weder im Heim wohnen, noch ambulant betreut werden.

Auch interessant

Kommentare