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Neuer Deutscher Meister der Biersommeliers: Frank Lucas von der Rügener Inselbrauerei.

Deutsche Meisterschaft in der Doemens-Akademie Gräfelfing

Neuer König der Biersommeliers gekrönt

Der neue Deutsche Meister der Biersommeliers heißt Frank Lucas. Der 47-jährige Biersommelier setzte sich am Samstag in der Gräfelfinger Doemens-Akademie gegen 55 Konkurrenten durch.

GräfelfingDer Braumeister von der Rügener Inselbrauerei gewann die begehrte Trophäe zum ersten Mal. Frank Lucas freute sich sehr, hatte er sich, wie er sagte, zwar Chancen für das Finale ausgerechnet, nicht jedoch damit gerechnet, bei dieser Konkurrenz am Schluss ganz oben zu stehen. Damit qualifizierte Lucas sich auch für die im September in München stattfindende Weltmeisterschaft. Auch die nächstplatzierten 19 Biersommeliers bei dieser Deutschen Meisterschaft ergatterten ein Ticket.

Seit 2009 veranstaltet die Doemens-Akademie die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers. In zwei Vorrunden und einem Finale ermittelt eine Fachjury so alle zwei Jahre den Deutschen Biersommelier-Meister.

Zum einen müssen die Teilnehmer bei einer Blindverkostung verschiedene nationale und internationale Bierstile, wie Pils, Helles, Weißbier oder Export, erkennen. In einer zweiten Runde wird dann der Geruchs- und Geschmackssinn noch stärker gefordert, und die Teilnehmer bestimmen biertypische Aromen. Letzteres eine Aufgabe, die der Biersommelier Klaus Artmann aus Wasserburg am Inn als schwerer empfindet als die Ermittlung der einzelnen Bierstile: „Jeder hat bei den Aromen so seine Schwachstellen, denn jeder reagiert unterschiedlich sensibel auf die Stoffe.“ Klaus Artmann ist seit sieben Jahren in diesem Metier und nahm heuer zum dritten Mal an der Deutschen Meisterschaft teil. Diese Vielfalt an Bieren sei einfach faszinierend, begründete er seine Leidenschaft. „Bier hat so viel mehr zu bieten“, findet der Experte, der es wieder ins Finale schaffte.

Dort präsentierten die sechs Finalisten der Jury und dem Publikum ausgewählte Biere. „Jeder Finalist musste sich zügig ein Bier aussuchen, um dann im Rahmen einer achtminütigen Präsentation etwas über den Geschmack, den Geruch und die Herkunftsbrauerei zu erzählen“, erläuterte Andreas Hofbauer, Sprecher der Gräfelfinger Doemens-Akademie. Auch sollten die Kandidaten passende Speisen zu diesem speziellen Bier vorschlagen können. Die finale Aufgabenstellung umfasse somit alle besonderen Fähigkeiten, die ein Biersommelier haben muss.

Der einzige Lokalmatador, Gerhard Hunger aus Gräfelfing, schaffte es nicht unter die ersten 20. „Ich hatte mir aber von Haus aus keine so guten Chancen ausgerechnet“, zeigte sich der 72-Jährige nicht unzufrieden über sein Ergebnis. Für den Rentner, der seit 2014 Hobby-Biersommelier ist, galt das Motto: Dabeisein ist alles. Hunger: „In meinem Alter ist so eine Meisterschaft eine Herausforderung.“ Schließlich lasse der Geschmacks- und Geruchssinn im Alter nach. Aber es war so spannend, dass er 2019 unbedingt wieder mitmachen möchte.

Carolin Högel

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