Florian Zeller, Vorsitzender der FWD.

Freie Wähler Dynamische verzichten auf eigenen Kandidaten

Planegg - Die Freien Wähler Dynamischen (FWD) in Planegg schicken keinen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Dies ist das Ergebnis der Aufstellungsversammlung.

Auch wird es vor dem Urnengang am 7. Dezember keine Wahlempfehlung für Anneliese Bradel (Gruppe 21), Heinrich Hofmann (SPD) oder Hermann Nafziger (CSU) geben. Über die Frage, ob man einen der Kandidaten unterstützen sollte, diskutierten die Mitglieder allerdings intensiv. Mehrheitlich beschloss die Versammlung schließlich, sich herauszuhalten.

„Dieser Beschluss gilt aber nur für den 7. Dezember“, sagt FWD-Vorsitzender Florian Zeller. Sollte es zu einer Stichwahl zwei Wochen später kommen, wovon Zeller fest ausgeht, würden die Freien Wähler nochmals beraten. „Eine Wahlaussage unsererseits hinge davon ab, wer es in die Stichwahl geschafft hat.“ Die Planegger FDP wird nach dem gleichen Muster verfahren und sich eine Empfehlung für eine mögliche Stichwahl offen halten.

Zeller und die Freien hätten sich eine andere Konstellation mit einem von allen Parteien getragenen Gemeinschaftskandidaten gewünscht: Florian Großelfinger. Der ehemalige CSU-Fraktionssprecher und Jurist war von Zeller und 2. Bürgermeister Peter Heizer ins Spiel gebracht worden und wäre von CSU und FDP wohl unterstützt worden. Doch die SPD spielte nicht mit (wir berichteten). „Großelfinger wäre eine optimale Lösung gewesen, er hätte als Gemeinschaftskandidat auch die CSU verlassen“, berichtet Zeller, der dieser Variante immer noch nachtrauert.

Unter den drei Kandidaten, die die Nachfolge der verstorbenen Bürgermeisterin Annemarie Detsch antreten wollen, sehen die Freien Wähler „keinen Favoriten“. „Da ist keiner dabei, über den der Planegger Bürger sagen würde: Der haut mich um“, findet Zeller. Allerdings habe er vor allen drei Kandidaten „großen Respekt“. „Es wird sehr schwer, in die Fußstapfen von Annemarie Detsch zu treten“, prophezeit der FWD-Vorsitzende, der mit Heini Hofmann befreundet ist. Dessen Kandidatur war für Zeller eine „Überraschung“, räumt er ein. „Ich habe davon nichts gewusst.“ Immerhin traut Zeller Hofmann zu, die begonnenen Bauprojekte fortzusetzen, denn: „Der Heini kennt sich in Bau-Angelegenheiten aus.“ Eine Empfehlung für den Freund will er aber trotzdem nicht aussprechen. „Mir wäre ein Gemeinschaftskandidat einfach am liebsten gewesen.“

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