Freie Wähler Planegg geben Richard Schulten einen Korb

- Aufnahmeantrag abgelehnt / Landeswahlgruppe bleibt Hintertür

VON HARTMUT BRINGS Planegg - Die Rückkehr von Richard Schulten in die Kommunalpolitik erweist sich als schwierig. Die Freien Wähler in Planegg verweigerten dem 58-jährigen Unternehmensberater aus Martinsried die Aufnahme in ihren Ortsverband. Schulten selbst sieht diesen Rückschlag eher gelassen.

Ziel des Gründungsvorsitzenden der Dynamischen Bürgerschaft Planegg/Martinsried (dbpm) ist eigentlich der Bezirkstag. Die Türen für eine Kandidatur am 21. September sind noch nicht endgültig versperrt. Schulten, der sich in der Sozial- und Gesundheitspolitik engagieren möchte, bleibt die Möglichkeit, direkt der Landeswahlgruppe beizutreten.

Gerhard Losher, Pressesprecher der Freien Wähler in Bayern, bestätigte auf Anfrage die Möglichkeit dieser Ausnahmeregelung. Schulten könnte bei der Aufstellungsversammlung Anfang Juni auch antreten. Ob der Martinsrieder dann überhaupt eine Chance auf einen Listenplatz bekommt, ließ Losher ebenso offen wie die Entscheidung des Vorstandes, von der Ausnahmeregelung zur Aufnahme in die Landeswahlgruppe Gebrauch zu machen.

Der Entscheidung der Planegger gegen Schulten liegt eine telefonische Abstimmung in der Vorstandschaft zugrunde. Nach Informationen des Münchner Merkur hat es nur eine Pro-Stimme gegeben. Das Verfahren ist laut Satzung o.k. 1. Vorsitzender Volker Dümichen begründete die verweigerte Aufnahme so: "Herr Schulten passt nicht zu uns."

Der frühere Dynamische sieht allerdings andere Gründe für seine Abfuhr bei den Freien Wählern. "Da spielen alte Ressentiments eine Rolle", sagt Schulten. Noch vor Gründung der dbpm profilierte sich der Martinsrieder als Eishallen-Gegner. Das umstrittene Millionen-Projekt am FLG war die Weiterentwicklung einer alten Idee der Freien Wähler. Dümichen bestreitet, dass die alte Eishallen-Geschichte mit dem abgelehnten Mitgliedsantrag etwas zu tun hat. "Wir nehmen es Herrn Schulten heute nicht mehr übel, dass er damals so entschieden dagegen war", sagt der Vorsitzende.

Es ist nicht auszuschließen, dass das Thema Schulten auch bei der Jahresversammlung am 7. Mai im Heide-Volm eine Rolle spielen wird. Turnusmäßig stehen Neuwahlen an. Dümichen bestätigt, dass den Freien Wählern Planegg eigentlich neue Gesichter gut tun würden.

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