Neuer Plan konkretisiert Vorgaben für jede einzelne Grabstelle

Friedhof als Baudenkmal

Gräfelfing - Der Gräfelfinger Friedhof steht unter Denkmalschutz. Die Gestaltung der Grabmale ist festgelegt. Jetzt hat die Verwaltung die Vorgaben in mühevoller Kleinarbeit für den Bürger aufgearbeitet.

Der Gräfelfinger Friedhof ist nicht nur schön anzuschauen; seine älteren Bereiche sind auch ein Gesamtkunstwerk, das unter Denkmalschutz steht. Die Anlage stammt aus der Feder des Architekten Richard Riemerschmid, der 1913 verfügte, in welchen Gräberfeldern welche Grabmale einheitlich vorgeschrieben sind. Diese Pläne sind bis heute bindend. Nun hat die Verwaltung sie für jedes Grab konkretisiert und als Teil der Friedhofssatzung aufgenommen.

Im Vollzug waren Riemerschmids Vorgaben nicht leicht umzusetzen. Das Problem: Sie waren zu wenig konkret, um als zweifelsfreie Handlungsanweisung im Einzelfall zu dienen. So kam es durchaus vor, dass Bürger eine Grabstelle erwarben und erst bei der Ausgestaltung des Grabes erfuhren, dass bestimmte Wünsche dort nicht umzusetzen sind. So ist in den unterschiedlichen Gräberfeldern jeweils die gleiche Art Grabmahl zu errichten, etwa mit stehendem Stein, liegendem Stein, Holzkreuz oder Eisenkreuz.

Nun hat die Verwaltung in mühevoller Kleinarbeit für jede Grabstelle die betreffenden Vorgaben notiert und auf einem großen Plan farblich markiert, so dass Bürger sich jederzeit zweifelsfrei über die Regelungen informieren können. Am Dienstag nahm der Gemeinderat den Plan als Teil der Satzung über die Benutzung des Friedhofs auf. Zugleich beschloss er, die Ruhefrist von sieben auf zehn Jahre auszudehnen.

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