Geschafft! Die Bäckermeister bejubeln ihren Erfolg, mit ihnen freuen sich unter anderem Prüfer und Lehrer. Foto: Rutt

24 frischgebackene Meister

Lochham - 24 Absolventen verlassen die Bayerische Bäckerfachschule in Lochham als frischgebackene Meister. Mehr als die Hälfte nimmt jetzt die Arbeit im familieneigenen Betrieb auf.

Ein Fachgremium hat 24 Absolventen der Lochhamer Bäckerakademie die Meisterwürde verliehen. Manfred Gebel, stellvertretender Landesinnungsminister des bayerischen Bäckerhandwerks, gab ihnen mit auf den Weg: „Sie erhalten heute nicht nur ihren Meisterbrief, sondern mit ihm das Zeugnis der Beständigkeit des Handwerks.“ Im Anschluss an die Festreden überreichte er den 24 Absolventen des Meisterkurses M 175 den hart erarbeiteten Meisterbrief. Mit einem Gesamtschnitt von 2,9 zeigte sich der Prüfungsausschuss zufrieden. 14 junge Meister können nun das Erlernte im eigenen Familienbetrieb umsetzen.

Die Schüler, die aus ganz Bayern nach Lochham gekommen waren, hatten sechs Monate lang einen Kurs absolviert - eine kombinierte Fort- und Weiterbildung, die zur Doppelqualifikation Bäckermeister und Betriebswirt des Handwerks führt.

Mit motivierenden Worten verabschiedete Gebel die Absolventen ins weitere Berufsleben. „Wer Meister ist, der kann was“, betonte er. Schließlich haben sie sich ein breites Wissensspektrum angeeignet: von Berufs- und Arbeitspädagogik über Rechnungs- und Wirtschaftswesen bis hin zu Fachtheorie und praktischer Arbeit. Ein fachlicher Höhepunkt bildete die Entwicklung einer neuen Brotsorte, die die Kursabsolventen selbst entwarfen.

Gebel machte klar: Der Tag der Meisterfeier sei kein Abschluss, sondern ein Neubeginn - mit Verpflichtungen. Ein erfolgreicher Meister überzeuge nicht nur mit Selbstbewusstsein, sondern auch mit kontinuierlichem Fleiß, mit verantwortungsvollem Arbeiten und mit dem Bewusstsein darüber, was man kann und was nicht. Er forderte die Absolventen auf, sich in Verbänden zusammenzuschließen, um sich gemeinsam gegen Bestimmungen, besonders der EU, wehren zu können.

Gemeinschaft und Zusammenhalt sind auch wichtige Aspekte für die Jungmeister. „Wir sind als einzelne gekommen und gehen als Einheit“, sagt Kurssprecher Johannes Wiehgärtner, der der Fränkin Christina Schleicher einen Blumenstrauß überreichte. „Sie war nicht nur das einzige Mädchen im Kurs, sie ist mit einem Schnitt von 2,1 auch noch die Beste des Kurses.“

Akademieleiter Arnulf Kleinle resümierte: „Sie haben bei uns sehr viel Zeit verbracht - Knetzeit, Ruhzeit, Backzeit, Stehzeit, Verkaufszeit.“ Er gibt seinen Absolventen auf den Weg: „Respektieren sie das, was sie herstellen, und bilden sie selber junge Menschen aus.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Ein Geschenk am idealen Standort“
„Ein Geschenk am idealen Standort“
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Reine Luft im Bürgerhaus Gräfelfing
Reine Luft im Bürgerhaus Gräfelfing

Kommentare